DGUV Information 209-054: T... / 1.2.3 Sensibilisierung und Allergien

Allergien können sowohl durch chemische als auch durch natürliche Stoffe ausgelöst werden. Nach Aufnahme des Stoffes (Allergen) in den menschlichen Körper reagiert das Immunsystem und es kann zu einer Sensibilisierung kommen. Bei erneutem Kontakt zu dem Allergen kommt es zukünftig dann immer wieder zu den gleichen allergischen Beschwerden.

Neben der Disposition (Bereitschaft, mit einer Allergie zu reagieren) der exponierten Personen ist bei einer Sensibilisierung auch die Dosis des Allergens wichtig. Bei empfindlichen Personen kann eine Sensibilisierung bereits bei niedrigen Dosen erfolgen.

Ist bei einer Person eine Sensibilisierung erfolgt (beispielsweise durch Einatmen von Pilzsporen), kann eine allergische Reaktion dann auch bei Einwirken sehr geringer Mengen des Allergens ausgelöst werden.

Allergische Atemwegserkrankungen können vor allem durch Pilzsporen hervorgerufen werden, wobei sich die Sensibilisierungspotenziale der einzelnen Schimmelpilze unterscheiden: Schimmelpilze mit sensibilisierenden Eigenschaften sind in der TRBA 460 “Einstufung von Pilzen in Risikogruppen” gekennzeichnet.

Bei Bakterien kommen sensibilisierende Wirkungen kaum vor.

Die hervorgerufenen Beschwerden sind dabei auch abhängig von der Größe der Sporen; “große” Sporen (5 bis > 10 μm) verursachen dabei Heuschnupfen-ähnliche Reaktionen der oberen Atemwege oder allergisches Asthma, die “kleineren” (2 bis 4 μm) können bis in die Lungenbläschen vordringen und dort eine allergische Alveolitis (Entzündung der Lungenbläschen) auslösen.

Medizinisch werden die auftretenden Allergien in verschiedene Kategorien eingeteilt; ein wesentliches Unterscheidungskriterium für den Betroffenen ist der Zeitraum zwischen Exposition und Auftreten der Beschwerden (Bild 1-5).

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