Gefahrstoffe sind im Wesentlichen:

 

1.

Stoffe, Gemische und Erzeugnisse, die aufgrund ihrer gefährlichen Eigenschaften mit einem oder mehreren Gefahrenpiktogrammen oder in Einzelfällen auch nur durch Gefahrenhinweise (H-Sätze) und Sicherheitshinweise (P-Sätze) gekennzeichnet sind. Die gefährlichen Eigenschaften beziehen sich auf physikalische Gefahren, Gefahren für die menschliche Gesundheit und Gefahren für die Umwelt. Sie werden in folgende Gefahrenklassen unterteilt:

  • Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff
  • Entzündbare Gase (einschließlich chemisch instabiler Gase)
  • Entzündbare Aerosole
  • Oxidierende Gase
  • Gase unter Druck
  • Entzündbare Flüssigkeiten
  • Entzündbare Feststoffe
  • Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische
  • Pyrophore Flüssigkeiten
  • Pyrophore Feststoffe
  • Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische
  • Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln
  • Oxidierende Flüssigkeiten
  • Oxidierende Feststoffe
  • Organische Peroxide
  • Korrosiv gegenüber Metallen
  • Akute Toxizität (oral, dermal und inhalativ)
  • Übt Ätz-/Reizwirkung auf die Haut aus
  • Schwere Augenschädigung/Augenreizung
  • Sensibilisierung der Atemwege oder der Haut
  • Keimzellmutagenität
  • Karzinogenität
  • Reproduktionstoxizität
  • Spezifische Zielorgan-Toxizität, einmalige Exposition (STOT SE)
  • Spezifische Zielorgan-Toxizität, wiederholte Exposition (STOT RE)
  • Aspirationsgefahr
  • Gewässergefährdend (akut und langfristig)
  • Ozonschicht schädigend

Zu den Gefahrstoffen gehören außerdem explosionsfähige Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse.

 

2.

Stoffe, Gemische und Erzeugnisse ohne Gefahrenpiktogramm und H-Sätze, aus denen bei der Herstellung oder der Verwendung gefährliche oder explosionsfähige Stoffe entstehen oder freigesetzt werden. Freigesetzte Gefahrstoffe können beispielsweise Schweißrauche, Pyrolyseprodukte, Dieselmotoremissionen oder Holzstäube sein.

 

3.

Stoffe, Gemische und Erzeugnisse ohne Gefahrenpiktogramm und H-Sätze, die zu Gefährdungen der Beschäftigten führen, wie durch Hautkontakt oder tiefkalte oder heiße Flüssigkeiten

Typische Gefahrstoffe bei Instandhaltungsarbeiten sind:

  • Löse- und Reinigungsmittel
  • Kleber und Dichtungsmassen
  • Farben, Lacke und Verdünnungen
  • Konservierungsmittel
  • Faserstäube aus Reibbelägen, Dichtungen und Isoliermaterialien
  • Stäube beim Schweißen, Schneiden und Trennen von Werkstücken
  • Kühlschmierstoffe
  • Öle und Fette
  • Säuren und Laugen

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