Atemschutzanzug / 2 Schutzmaßnahmen

Atemschutzanzüge dürfen generell bis zum 100-fachen des Grenzwertes eingesetzt werden. Atemschutzanzüge als Strahlerschutzgeräte dürfen bis zum 500-fachen des Grenzwertes eingesetzt werden.

Der Einsatz von Atemschutzanzügen setzt i. d. R. eine arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 26 voraus (Atemschutztauglichkeit). In jedem Fall sind die Geräteträger vor dem ersten Einsatz und danach mind. einmal jährlich in einer theoretischen Ausbildung und einer praktischen Übung im Umgang mit Atemschutzanzügen zu schulen (Unterweisung).

An Atemschutzanzüge werden keine Anforderungen an Tragedauer, Erholungsdauer und einzuhaltende Pausen gestellt. Tragezeitbegrenzungen müssen jedoch dann festgelegt werden, wenn der Geräteträger durch Arbeitsschwere und Umgebungsklima zusätzlich beansprucht wird. Hier ist der Basiswert für die Berechung der Tragezeit 220 Minuten. Dieser Wert kann je nach Arbeitsschwere vergrößert werden oder ist ggf. auch zu verringern. Bei einem Atemminutenvolumen zwischen 20 Liter und 40 Liter Luft pro Minute ist von 220 Minuten Einsatzzeit auszugehen. Bei weniger als 20 Liter Luft pro Minute kann die Einsatzdauer auf 330 Minuten erhöht werden. Zwischen 40 Liter und 60 Liter Luft pro Minute beträgt die Einsatzzeit noch 154 Minuten. Bei einem höheren Atemminutenvolumen ist die Einsatzzeit im Einzelfall festzulegen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Arbeitsschutz Office. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Arbeitsschutz Office 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge