Arbeiten in Küchenbetrieben / 2.6 Brandschutz

Durch vielfältige Wärmequellen (Gar- und Backgeräte) und erhebliche Brandlasten (Fette, Vorräte, Verpackungsmaterial) wird das Brandrisiko in Küchen als erhöht eingestuft (ASR A 2.2). Decken und Wände von Küchen müssen daher grundsätzlich in wesentlichen Teilen aus nicht brennbaren Baustoffen (Baustoffklasse A) bestehen.

Nach ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände ist in (Koch-)Küchen von einer erhöhten Brandgefährdung auszugehen. Demnach sind über die Mindestausstattung mit Feuerlöschern hinaus zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Als Anhaltspunkt kann Tab. 1 gelten:

 
Grundfläche bis m² Löschmitteleinheiten (LE)
Grundausstattung nach
ASR A2.2
Ausstattung für Warmküchen (Kochküchen) nach DGUV-R 110-002
50 6 12
100 9 18
200 12 24
300 15 30
400 18 36
500 21 42
600 24 48
700 27 54
800 30 60
900 33 66
1000 36 72
Je weitere 250 + 6 12

Tab. 1: Mindestausstattung mit Feuerlöschern in Küchen

Zusätzlich müssen, wenn mit Speiseölen oder Speisefetten frittiert wird, Feuerlöscheinrichtungen mit nachgewiesener Eignung zum Löschen von Fettbränden vorhanden sein. Das sind i. d. R. Fettbrandlöscher, weil die früher vorgesehenen Löschdecken bei größeren Fettmengen nicht hinreichend wirksam sind. Für den Betrieb von größeren Fritteusen gelten spezielle Vorgaben bis hin zu ortsfesten Feuerlöscheinrichtungen.

Leicht entzündliche oder selbstentzündliche Stoffe müssen so ausgeführt sein, dass eventuelle Entstehungsbrände auf den Behälter begrenzt bleiben (nicht brennbares Material, stabil, dichtschließend).

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