AMR Nummer 13.1: Tätigkeite... / 4.1 Arbeitsverfahren/-bereiche, bei denen eine Belastung mit extremer Hitze vorliegt
 

(1) Tätigkeiten mit extremer Hitzebelastung, die zu einer besonderen Gefährdung führen kann, können bereits vorliegen, wenn schon bei körperlicher Ruhe in der kühlen Jahreszeit über einen Zeitraum von circa zwei bis drei Stunden pro Schicht die Regulation der Körpertemperatur über Schwitzen erfolgt [8]. Dies allein ist jedoch kein Kriterium für die Veranlassung von Pflichtvorsorge.

 

(2) Insbesondere bei folgenden Tätigkeiten liegt nach arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Erfahrungen eine extreme Hitzebelastung vor, die zu einer besonderen Gefährdung führen kann:

  • Arbeiten an vorgewärmten Pfannen (zum Beispiel Pfannenplatz, Pfannenkippstuhl) im Stahlwerk;
  • Flämmen von warmen Brammen (thermisches Entfernen von Oberflächenverunreinigungen);
  • Schweißarbeiten in und an größeren (Gewicht > 0,5 t) vorgewärmten (> 80 °C) Werkstücken;
  • Befahren oder Besteigen von sowie Arbeiten in Behältern, Kesseln, Industrieöfen, Trocknungsanlagen, die noch nicht vollständig abgekühlt sind, einschließlich Reaktoren in der chemischen Industrie (NET > 25°C);
  • Arbeiten auf der Ofendecke von Kokereien und Auswechseln von Steigrohren und Reparaturarbeiten an Koksofenbatterien;
  • Anodenwechsel an Elektrolyseöfen;
  • Arbeiten mit glühenden größeren Werkstücken (zum Beispiel Schmiede) > 100 kg.

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