Überblick
  • Ergonomisch schlechte Eingabegeräte haben gesundheitliche Folgen: Sie beginnen oft in Form von Schulter- und Nackenbeschwerden. Sind sie erst einmal in der Hand angekommen, sind sie unter den Namen RSI, Karpaltunnelsyndrom oder Sehnenscheidenentzündung bekannt.
  • Eingabegeräte wie Maus und Tastatur sind die entscheidende Schnittstelle zwischen Mensch und Computer. Die Bedeutung dieser beiden Produkte wird unterschätzt, denn Sie werden einfach als gegeben angesehen. Das ist bei Wenig-Nutzern kein Problem. Bei Personen, die 8 Stunden nur über die Tastatur und die Maus mit dem Rechner kommunizieren, wirken sich schlechte Tastatur und Maus aber wirtschaftlich negativ aus. Zuerst durch verminderte Leistungsfähigkeit während der Anwesenheit und danach durch Arbeitsunfähigkeit.
  • Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) verursachen nach den Erkrankungen des Verdauungssystems die zweithöchsten direkten Kosten (überwiegend Kosten für Behandlung) in der Gruppe der 15- bis 65-Jährigen in Deutschland.[1]
  • Die offensichtlichen Kosten durch Arbeitsunfähigkeit sind nur die Spitze des Eisbergs. Hand- und Rückenschmerzen reduzieren die Leistung und produzieren damit schon Kosten. Die nicht offensichtlichen Kosten der Leistungsminderung (z. B. durch Konzentrationsmangel, Schmerzpausen oder höhere Fehlerhäufigkeit) schätzen Experten auf 20 % der jährlichen Lohnkosten.
  • Durch Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) bedingte Arbeitsunfähigkeiten verursachen im Vergleich mit anderen Diagnosegruppen die höchsten indirekten Kosten (9,1 Mrd. EUR Produktivitätsausfall und 16,0 Mrd. EUR Ausfall an Bruttowertschöpfung).[2]
  • Diese Rahmenbedingungen verschärfen sich durch das steigende Alter der Beschäftigten (Demographie) und die damit verknüpfte zunehmende Anfälligkeit für Muskel- und Skeletterkrankungen zunehmend.
  • Die Investition rechnet sich: Die Kosten für eine individuell passende Eingabegeräte-Lösung sind im Verhältnis zum Nutzen sehr gering. Studien zum ROI im BGM haben ergeben, dass Werte zwischen 1:2,5 bis 1:10,1 möglich waren.
  • Die Investition z. B. in eine Roller-Mouse betragen ca. 270 EUR und sind bereits mit einem verhinderten Ausfalltag (Kosten pro AU-Tag laut Studien zwischen 200 und 400 EUR) amortisiert .
  • Eine ergonomische Lösung, die für alle gut ist, gibt es nicht. Die Arbeitsaufgabe und die Benutzung durch den Mitarbeiter entscheiden über die richtige Auswahl der Eingabegeräte. Der Mitarbeiter ist hier der Spezialist. Deshalb sollte er bei der Auswahl beteiligt werden – das steigert sowohl die Akzeptanz der angeschafften Lösung als auch die Wertschätzung des Mitarbeiters.
[1] Quelle: Daten des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2008.
[2] BAuA, Bericht zum Stand von "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" 2010 (SUGA 2010).

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