Maus und Tastatur sind noch die zentralen Eingabemittel und Kommunikationsschnittstellen zwischen Mensch und Computer am klassischen Bildschirmarbeitsplatz. Ziehen Sie einfach den Stecker der Maus oder unterbrechen Sie die Funkverbindung der drahtlosen Tastatur und arbeiten Sie dann weiter. Die Gebrauchstauglichkeit sinkt ohne diese zentralen Arbeitsmittel auf null. Stellen Sie sich das auch einmal an einem Tablet oder Smartphone vor, es würde keine Tastatur oder Steuerung von Menüs funktionieren? Es wäre vorbei mit dem mobilen Büro. Welche Auswirkungen die oftmals unergonomischen Eingaben und Haltungen an den mobilen Geräten nach sich ziehen ist bisher noch nicht untersucht. Solange es keine Sprachsteuerung gibt, muss aus dieser Schnittstelle eine Nahtstelle gemacht werden.

Klar ist, dass die Belastung mit zunehmender Nutzung steigt. Hierfür hat der Markt bereits mobile Ergonomielösungen in Form von Bluetooth-Tastaturen, Tablet-Halterungen oder Tablets mit abtrennbarer Tastatur entwickelt, so dass hier eine ergonomische Anordnung möglich ist. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass auch die Rahmenbedingungen stimmen müssen. Die beste Tastatur, die beste Maus oder Eingabelösung nützen jedoch nichts, wenn die zentralen Schnitt- bzw. Schwachstellen nicht beachtet werden, d. h., wenn

  • der Mensch die systemergonomisch optimierten Verhältnisse nicht richtig nutzt, entweder weil er sich weigert oder weil er nicht ausreichend in den Sinn des richtigen Gebrauches eingewiesen und bei der Stabilisierung des neuen Verhaltens unterstützt wird;
  • Zwangshaltungen entstehen, weil die übrigen Arbeitsmittel nicht passen (z. B. zu kleiner Tisch wie im Hotel), Tisch und/oder Stuhl falsch eingestellt sind oder störende Blendungen auf dem Bildschirm durch die Beleuchtung oder das Fenster bestehen;
  • sich die bio-psycho-sozialen Zusammenhänge ("physisch und psychisch dicke Luft") körperlich auswirken und so zu Fehlhaltungen führen.

Die Missachtung führt früher oder später zu RSI (repetitive strain injury). In den USA und in Skandinavien ist RSI bereits eine anerkannte Berufskrankheit. RSI bedeutet in der deutschen Übersetzung Schädigung durch wiederholte Belastung. Es wird verursacht durch:

  • extrem schnelle Bewegungen und extrem häufige sich ständig wiederholende gleichartige Bewegungen (Tastatur- und Mausarbeit, Klick/Doppelklick),
  • zig-tausendfache Wiederholungen (Repetitionen),
  • schlechte ergonomische Arbeitsbedingungen,
  • schlechte Arbeitshaltung,
  • Stress, Zeitdruck,
  • fehlende Pausen,
  • fehlende Mischarbeit,
  • den überwiegenden Teil der Arbeitszeit am Bildschirm.

Die Symptome von RSI sind:

  • steife Gelenke in Schultern, Armen und Händen,
  • Schmerzen in Gelenken, Handrücken, Unterarm,
  • Kraftlosigkeit,
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Fingern, Händen oder Unterarmen,
  • kalte und schmerzende Hände vor allem morgens,
  • Koordinationsstörungen der Arme und Hände.

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