In der Industrie gibt es Bereiche, wo Luftbefeuchtung unerlässlich ist, z. B. in der Papierverarbeitung. Denn gleichbleibend gute Druckergebnisse brauchen ein stabiles Raumklima mit ausreichend feuchter und reiner Luft. Und in modernen Weinkellern ohne Lehmboden muss durch Befeuchtungssysteme eine hohe Luftfeuchtigkeit erzeugt werden. So können Fässer "atmen" und der Wein oder die Destillate natürlich reifen. Oder in Gärtnereien: Dort wird im Gewächshaus die Luft befeuchtet, damit Pflanzen, Blumen und Setzlinge besser wachsen. Dabei wird ein feiner Nebel erzeugt, der in jeden Winkel gelangt, ohne Tropfen zu bilden. In Bürogebäuden dagegen ist zu viel Feuchte unerwünscht.

Aber auch in Büroräumen hat die Luftfeuchte Auswirkungen:

  • Ausreichend feuchte Luft tut den Menschen gut und fördert die Gesundheit.
  • Gute Luft stärkt das Wohlbefinden der Beschäftigten.
  • Krankmeldungen gehen zurück und die Kosten für Arbeitsausfälle sinken.
  • Elektrostatische Aufladungen nehmen ebenso ab wie die Belastung der Innenraumluft durch Feinstaub.
 
Wichtig

Luftfeuchtigkeit gegen elektrostatische Aufladungen

Bei Bildschirmarbeitsplätzen kann es zu elektrostatischen Aufladungen kommen. Dann "funkt" es bei der Berührung von Geräten oder zwischen Kollegen. Je trockener die Luft, desto häufiger passiert das. Um solche elektrostatischen Entladungen zu reduzieren, hilft es, das Raumklima auf eine gewisse Grundfeuchtigkeit zu bringen. Bei den empfohlenen max. 50 % Luftfeuchte in Büroräumen ist die Umgebung nur noch wenig aufgeladen.

Warme Luft nimmt mehr Wasserdampf auf als kalte. Tauscht man z. B. 22 °C warme Raumluft mit einer relativen Feuchte von 50 % gegen eiskalte Außenluft mit einer relativen Feuchte von 50 % aus, sinkt mit der Zeit die Luftfeuchte deutlich.

Als absolute Luftfeuchte bezeichnet man die Wassermenge, die in einem bestimmten Luftvolumen als Wasserdampf enthalten ist. Steigt die Temperatur, sinkt die relative Luftfeuchte. Die relative Luftfeuchte meint das Verhältnis von absoluter Feuchte und maximal aufnehmbarer Wassermenge bei einer bestimmten Temperatur.

 
Wichtig

Lüften im Winter

Der eine möchte es gern kuschelig warm, der andere eher kühler und der Dritte sehnt sich ständig nach Frischluft. Und dann spielt auch die Luftfeuchte noch eine Rolle, wenn es um die Behaglichkeit geht. Denn wir empfinden z. B. hohe Luftfeuchte bei hohen Temperaturen unangenehmer als bei niedrigen. Das ist wichtig zu wissen, wenn's ums Lüften im Winter geht.

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