Gemeinsame Eckpunkte für AM... / 6 Einbindung von Sicherheit und Gesundheitsschutz in betriebliche Prozesse

Die betrieblichen Prozesse, die sicherheits- und gesundheitsschutzrelevant sind oder speziell zur Förderung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes initiiert sind, sollen ermittelt, analysiert und bei Bedarf mit dem Ziel einer konsequenten Prävention und weiteren Verbesserung modifiziert werden. Dies richtet sich nach den organisationsspezifischen Gegebenheiten.

6.1

Für die ermittelten sicherheits- und gesundheitsschutzrelevanten Prozesse sollen die bei der täglichen Arbeit zu beachtenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzforderungen definiert, mit den Beteiligten beraten und Verfahren zu deren Beachtung mit den Betroffenen festgelegt und dokumentiert werden. Festlegungen sind erforderlichenfalls zu treffen für:

  1. den Personaleinsatz,
  2. die Beschaffung,
  3. die Gestaltung der Arbeitsorganisation (Arbeitszeit, Arbeitsaufgaben und Arbeitsabläufe), Arbeitsstätten und Arbeitsplätze,
  4. die Neuplanung oder Änderung des Einsatzes von Arbeitsmitteln und Arbeitsstoffen,
  5. die Inbetriebnahmen, den Normalbetrieb und die vorübergehende oder dauernde Außerbetriebnahme von Arbeitsmitteln,
  6. die Instandhaltung (Inspektion, Wartung und Instandsetzung) von Arbeitsmitteln,
  7. spezielle Fertigungsprozesse,
  8. Prüfungen (z. B. an Werkstoffen und Arbeitsmitteln),
  9. Betriebsstörungen und Notfälle,
  10. die Planung des Einsatzes von Fremdfirmen,
  11. die Qualifizierung (Schulung, Unterweisung u. a.) der Beschäftigten, einschließlich der Führungskräfte, sowie
  12. das betriebliche Vorschlagwesen.
6.2

Die ermittelten, speziell zur Förderung von Sicherheit und Gesundheitsschutz initiierten Prozesse sollen geregelt und dokumentiert werden. Festlegungen sind erforderlichenfalls zu treffen für:

  1. die Ermittlung und Bewertung von Gefahren und Gefährdungen,
  2. Sicherheitsbegehungen und Sicherheitsunterweisungen,
  3. Kennzeichnungspflichten,
  4. den Schutz besonderer Personengruppen (z. B. werdende oder stillende Mütter, Jugendliche sowie leistungsgewandelte Mitarbeiter),
  5. die Erste Hilfe,
  6. die arbeitsmedizinische Vorsorge,
  7. die Einbindung der betrieblichen Gesundheitsförderung,
  8. Aktionsprogramme,
  9. die Auswertung von Unfällen und wesentlichen Betriebstörungen,
  10. Verfahren zur kontinuierlichen Verbesserung (im Sinne eines Regelkreises) sowie
  11. Abhilfe- bzw. Korrekturmaßnahmen.

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