Erste Hilfe / 3.3.3.2 Atemstillstand

Im Falle eines Atemstillstands ist hingegen bereits die Bewusstlosigkeit eingetreten. Wie bei der Atemnot kommt es zur typischen Blaufärbung. Die normalerweise vorhandenen Atemgeräusche und Atembewegungen sind nicht mehr feststellbar.

 
Praxis-Tipp

Hilfsmittel verwenden

Zur Atemkontrolle sollten keine Hilfsmittel (z. B. Uhrenglas, Spiegel, Feder) verwendet werden. Sie sind meistens sowieso nicht griffbereit. Besser und effektiver ist eine Überprüfung mit den Sinnen des Helfers.

Jede vorhandene Atmung ist:

  • sichtbar → an der Hebung und Senkung des Bauchs bzw. Brustkorbs,
  • zu hören → an der ein- und ausströmenden Luft,
  • fühlbar → anhand des ausströmenden Atems.

Zur Überprüfung der Atmung wird der Kopf des Betroffenen leicht nackenwärts gestreckt, indem der Ersthelfer Stirn und Kinn der Person anfasst (Lebensrettender Handgriff, Abb. 10). Anschließend hält der Helfer Ohr und Wange über Nase und Mund des Betroffenen, wobei der Helfer zum Brustkorb oder Bauch des Geschädigten blickt. Gleichzeitig legt er eine Hand auf den Brustkorb oder Bauch. Nun kann der Helfer sehen, ob der Brustkorb sich hebt und senkt. Des Weiteren können vorhandene Atemgeräusche gehört bzw. mit der Wange gefühlt werden (Abb. 11).

Abb. 10: Lebensrettender Handgriff

Abb. 11: Kontrolle der Atmung

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