In modernen Unternehmen ist der Mensch mittlerweile die wichtigste Unternehmensressource. Es ist also im ureigenen Interesse jedes erfolgreichen Unternehmens, seine Mitarbeiter so zu unterstützen, dass sie in bester körperlicher und geistiger Verfassung sind. Das bedeutet sowohl die Minimierung der zuvor beschriebenen gesundheitlichen Probleme als auch die Förderung der mentalen Leistungsfähigkeit. Beides kann durch mehr Bewegung im Arbeitsumfeld erreicht werden.

Für die erfolgreiche Einführung von bewegungsfördernden Maßnahmen ist es entscheidend, dass die Beteiligten auf allen sozial-ökologischen Ebenen miteinbezogen werden:[1]

  1. Individuell, z. B. Einzelberatung über den Einsatz von dynamischen Sitzkonzepten, Sitz-Steh-Konzepten und Pedalierkonzepten am Schreibtisch,
  2. Interindividuell, z. B. Sportgruppen mit organisierter sozialer Unterstützung, Gesundheitstage, gemeinsame Bewegungspausen,
  3. Organisatorisch, z. B. unternehmensweiter Fragebogen mit Feedback und weiterführenden Bildungsangeboten und
  4. Umwelt, z. B. Vorhalten von Duschen, betriebsinternen Fitness-Studios oder Gesundheitszentren.

Alle Maßnahmen müssen an die lokalen Gegebenheiten, wie Organisationskultur, spezifische Zielgruppe, übliche Kommunikationsformen, angepasst werden.

[1] Pronk (2009): Physical activity promotion in business and industry: evidence, context, and recommendations for a national plan. Journal of Physical Activity & Health; Stoffel/Gröben/Pronk/Bös (2011): Bewegungsförderung im Betrieb – was wirkt? In: Faselt/Geuter (Eds.), LIGA.Fokus 14 – Bewegungsförderung in Lebenswelten. Wissenschaftliche Grundlagen und Beispiele guter Praxis. (pp. 35–36). Düsseldorf: Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen.

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