Praxis-Tipp

Spalten ergänzen

Ergänzen Sie die 2 zusätzlichen Spalten "Erledigt bis" und "Kontrolle der Wirksamkeit" bei Durchführung der Gefährdungsermittlung und -beurteilung.

 
Lfd. Nr. Arbeitsplatz/Arbeitsbereich Gefährdung/Belastung/Mangel Regelwerk T-O-P-Maßnahmen
1 Gesamte Pflegeeinrichtung[2]
1.1 Analyse und Bewertung der Stationsorganisation im Krankenhaus

Organisatorische Mängel führen zu

  • hohem Krankenstand[3]
  • hoher Fluktuation des Pflegepersonals

BetrSichV

GefStoffV

ArbStättV

DGUV-I 207-019

Modifizierter Leitfaden für Pflegeeinrichtungen mit Bausteinen (der separat ausgewiesene Baustein "Arbeits- und Gesundheitsschutz" sollte in die folgenden Bausteine weitestgehend integriert werden)

  • Dienstplangestaltung
  • Pflegesystem (funktions- oder patientenzentrierte Pflege)
  • Pflegeprozess
  • Schichtablauf
  • Informationsflussgestaltung
  • Zuständigkeitsbereich der Pflegenden
  • Entscheidungs- und Beratungsmöglichkeiten
  • Einbindung des Pflegepersonals in ärztliche Visite
  • Planung patientenzentrierter Prozesse
  • Umgang mit Patienten
  • Gestaltung der Teamarbeit
  • Zusammenarbeit mit anderen Diensten
  • Qualifizierung (Fort-, Weiterbildung)

Organisatorische Maßnahmen:

  • Gründung eines Qualitätszirkels von 5–10 Mitarbeitern der Station
  • Information aller Beschäftigten
  • Analyse der Pflegetätigkeit und ihrer Bedingungen vor Ort mit Qualitätszirkel einschließlich Gefährdungsanalyse mit Betriebsarzt und Fachkraft Arbeitssicherheit anhand von

    • Stationsbegehungen und
    • kritischer Auswertung mit Festlegung von Gestaltungsschwerpunkten und Hierarchie der Abarbeitung der Bausteine
  • Präzisierung von Gestaltungsdefiziten und Reihenfolge ihrer Bearbeitung mit Stationsleitung

Personenbezogene Maßnahmen:

  • Schlussfolgerungen für das eigene Handeln im Umgang mit Patienten
1.2 Optimierte Gestaltung des organisatorischen Ablaufs der relevanten Station
  • höhere Motivation des Pflegepersonals
  • höhere Zufriedenheit der zu Pflegenden

Organisatorische Maßnahmen:

  • Umsetzung in die Stationsarbeit
  • Übertragung und Realisierung der Ergebnisse in anderen Stationen
2 Stationäre und ambulante Pflege, Sozialdienst in Tagesstätten
2.1 Stationäre Pflege – Kommunikation mit/zwischen Pflegekräften und Patienten Psychische Belastungen und Beanspruchungen können zu Schlafstörungen, Depressionen, psychosomatischen Symptomen bis hin zu chronischer Erschöpfung führen.

ArbStättV

ArbMedVV

DGUV-I 207-019

DGUV Leitfaden psychische Belastungen

BGW Gesund pflegen

M 656

Technische Maßnahmen:

  • Einrichten von geschützten Pausen- und Ruheräumen

Organisatorische Maßnahmen:

  • flexible Gestaltung von Dienstplänen gemeinsam mit Pflegerinnen und Pflegern
  • regelmäßige Beratungen im Team
  • Training von Zeitmanagement und personalen Kompetenzen
  • regelmäßige Supervision
  • Delegieren zu Weiterbildungsmaßnahmen
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach DGUV Leitfaden psychische Belastungen

Personenbezogene Maßnahmen:

  • Anbieten von Raucherentwöhnungskursen
  • Suchtprävention
2.2 Unterstützung der Patienten bei der Pflege Entzündungen und allergische Reaktionen der Haut durch Seifen, Reinigungs- und Desinfektionsmittel

ArbMedVV

GefStoffV

DGUV-R 112-192

DGUV-R 112-195

DGUV-I 207-019

DGUV-I 240-238

TRGS 401

BGW Bausteine 501–507

Technische Maßnahmen:

  • Einsatz von Ersatzstoffen mit geringem gesundheitlichen Risiko
  • Ersatz von Sprüh- durch Wischdesinfektion

Organisatorische Maßnahmen:

  • Betriebsanweisungen erstellen
  • Gefahrstoffverzeichnis führen
  • Erstellung von Hautschutz- und Händehygieneplan
  • Begrenzung der Handschuhtragedauer (< 2h/Tag)
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach G 23, G 24

Personenbezogene Maßnahmen:

  • Unterweisung der Mitarbeiter
  • Bereitstellung von Schutzhandschuhen sowie von Hautschutz- und Pflegemitteln
  • Benutzung von Naturgummilatexhandschuhen
  • Hände eher desinfizieren als waschen und regelmäßig eincremen
2.3 Umbetten von Patienten

Fehlbelastungen und Fehlbeanspruchungen beim Bewegen,

Gefährdung des Muskel-Skelett-Systems in Abhängigkeit von Körperhaltung, Kraftausübung und Bewegungsausführung

Umlagern und Umbetten von Patienten

ArbMedVV

LasthandhabV

MPBetreibV

DGUV-I 207-004

DGUV-I 207-008

DGUV-I 207-019

DGUV-I 207-022

DGUV-I 240-460

M 655

Technische Maßnahmen:

  • vollständig elektrisch verstellbare Pflegebetten
  • höhenverstellbare Badewannen und Toiletten
  • technische Hilfsmittel (mobile Lifter und Umsetzhilfen, kleine Hilfsmittel zur Bewegungsunterstützung wie Antirutschmatte, Rutschbett, Haltegürtel u. a.)
  • kleine Hilfsmittel zur Positionsunterstützung (Halbmondkissen, Universalhörnchen, Rollbett, Arm- und Beinunterstützungskissen u. a.)

Organisatorische Maßnahmen:

  • Optimierung von Arbeitszeiten, Arbeitsabläufen und Dienstplänen
  • Einführung eines gesundheitsgerechten Schichtsystems (nicht mehr als 4-5 Tage in Folge im Tagesdienst, nicht mehr als 3-4 Tage im Nachtdienst, ausreichend Erholungszeiten und immer vorwärts rollierend beim Schichtwechsel)
  • Einbeziehung der Mitarbeiter in die Beschaffung von Hilfsmitteln und in die Planung rückengerechter Abläufe
  • Bedarfsplanung von Hebehilfen bei ambulanter Planung
  • Integration des Pflegekonzept...

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