15.03.2012
Recht & Personal

Kein Attest vorgelegt - Kündigung rechtmäßig

Ein Mitarbeiter darf fristlos entlassen werden, wenn er nach einer Krankmeldung trotz Abmahnung kein ärztliches Attest vorlegt.Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz hervor (Urteil vom 19.1.2012, 10 Sa 593/11).

Im Arbeitsvertrag eines Arbeitnehmers hieß es, dass eine Erkrankung schon ab dem ersten Krankheitstag durch eine ärztliche Bescheinigung nachzuweisen sei. Er kam dem nicht nach und reagierte zunächst auch nicht auf eine entsprechende Abmahnung.Daraufhin kündigte ihm der Arbeitgeber fristlos.

Das Gericht bestätigte die Rechtmäßigkeit der Kündigung. Die Richter betonten, die Klausel im Arbeitsvertrag sei gültig, denn ein Arbeitgeber müsse keine drei Tage abwarten, bis er ein ärztliches Attest verlange. Da der Arbeitnehmer auch auf eine entsprechende Abmahnung nur verspätet reagiert habe, sei das Verhalten ein grober Verstoß gegen seine vertraglichen Pflichten.

Nach dem Richterspruch verletzt ein Mitarbeiter in diesen Fällen regelmäßig "hartnäckig und uneinsichtig" seine Nachweispflichten. Daher sei dem Arbeitgeber eine Weiterbeschäftigung nicht zumutbar (LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19.1.2012, 10 Sa 593/11).

Haufe Online Redaktion