Mirjam Fischer
03.09.09, 12:16 Uhr
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KMU können glaubwürdiger sein, wenn sie Öko- und Sozialstandards in die Wertschöpfungskette integrieren. Marken wie Bionade, Dr. Hauschka oder Hess Natur sind Beispiele dafür. Aber: Hilft „Green Marketing“ KMU im B-to-B-Markt? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
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Prof. Dr. Ulrich Kreutle
22.11.09, 19:55 Uhr
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Hallo Frau Fischer, nach meiner Erfahrung und nach einigen Studien tun KMU´s eigentlich einiges hinsichtlich des Nachhaltigkeitmanagements. Sie reden aber zu wenig darüber. Wenn Sie mit "Green Marketing" nur die Kommunikationspolitik meinen, dann ist natürlich noch viel Handlungsbedarf. Eine derartige Kommunikation ist meines Erachtens im B-2-B-Bereich aber auch nicht so relevant. Wenn Sie "Green Marketing" aber etwas breiter interpretieren, dann spielt es durchaus eine wichtige Rolle. Zertifikate nach EMAS II oder ISO 14001 werden von Großkunden häufig gefordert, teilweise auch zertifizierte Arbeitsschutzsysteme. Auch soziales Engagement wird in B-2-B-Beziehungen nach meinen Erfahrungen durchaus honoriert.
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Reinhard Baumgartner
03.05.10, 08:40 Uhr
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Herr Prof. Kreutle, Die Nachhaltigkeit in Betrieben mache ich persönlich noch stärker an Familienbetrieben fest. Nicht zuletzt aufgrund von Haftung und nachhaltigerem Investitionsdenken sehe ich hier enorme Vorteile. Nur wird hier oft der zweite Teil des Satzes "Tue gutes und spreche darüber" vergessen. MfG
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Prof. Dr. Ulrich Kreutle
03.05.10, 11:06 Uhr
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Hallo Herr Baumgartner, inhabergeführte Familienbetriebe haben selbstverständlich ein anderes Risikobewusstsein wie "anonyme" Kapitalgesellschaften. Wenn Sie "Nachhaltigkeit" nur im Sinne von "langfristig" verstehen, dann bin ich völlig eins mit Ihnen. Nachhaltigkeit wird häufig aber mit dem Drei-Säulen-Modell verknüpft, d.h. einer Gleichrangigkeit von ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen/sozialen Zielen. Ökologische Ziele im Sinne des Umweltschutzes sind in KMU´s durchaus vorhanden. Gerade Automobilhersteller fordern entsprechende Zertifikate schon länger von ihren Zulieferern und die wiederum von ihren Zulieferern usw. So Säule "gesellschaftliche Verantwortung" wird auch schon wahrgenommen. Aber in dieser Hinsicht fehlt teilweise auch noch das Bewusstsein. So werden zwar die Kosten gesehen, die ein gesellschaftliches Engagement verursacht, aber kaum der Nutzen. Gerade jetzt, im Jahr der Biodiversität, könnten KMU´s doch die Publicity nutzen und sich in dieser Richtung profilieren, doch habe ich persönlich davon noch kaum etwas wahrgenommen. Schade.
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