…hat im Fernstudium die Weiterbildung zur Personalfachkauffrau absolviert. Sie gibt Tipps für andere Young Professionals, die sich auch - auf diesem Weg - weiterbilden wollen.
Wer in der Welt des Personalmanagements zu Hause ist, stellt sich sicherlich die Frage, was man tun kann, um sich weiterzuentwickeln. Aufgrund der vielfältigen Angebote und Bildungsträger im Bereich Human Resources sollte man sich vorab darüber im Klaren sein, dass eine Weiterbildung oder ein Studium einen gravierenden Einschnitt in das Berufs- als auch in das Privatleben bedeutet und daher gut bedient ist, wer seinen Arbeitgeber schon bei der Planung mit ins Boot holen kann. Darüber hinaus sollte man bei der Wahl des Bildungsträgers nicht nur die Kosten betrachten, sondern auch die Leistung und vor allem das Image, was einen nicht wesentlichen Einfluss auf spätere Entscheidungen haben kann.
Ich habe mich für eine Weiterbildung zur Geprüften Personalfachkauffrau IHK entschieden, die ich bei einem privaten Fernlehrinstitut durchgeführt habe. Die formalen Voraussetzungen für diese Weiterbildung sind zum einen eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens dreijährige Berufspraxis oder eine mindestens fünfjährige Berufspraxis. Darüber hinaus muss bis zur Ablegung der Prüfung zur/m Geprüften Personalfachkauffrau/-mann der Ausbilderschein (Ausbildung der Ausbilder) vorliegen, den man entweder parallel oder im Vorhinein erwerben kann.
Fernstudium neben dem Job
Für die Weiterbildung habe ich die in Form eines Fernstudiums gewählt. Viele Bildungsträger bieten diese Weiterbildung auch in einer Wochenendform (freitags oder samstags) oder in Blockform an, aber dass muss jeder individuell entscheiden, denn da spielt neben den jeweiligen Lehrtypen auch die Zeit eine sehr wichtige Rolle.
Im Fernstudium bekommt man quartalsweise mehrere Studienhefte (für Personalfachkauffrau zirka 30 Hefte gesamt, für den Ausbilderschein zirka zehn Hefte gesamt) zugeschickt, die man dann in der Freizeit oder auch im Betrieb durchlesen kann, um im Anschluss einige Einsendeaufgaben zu bearbeiten. Wie das Wort schon sagt, werden diese Aufgaben an den Bildungsträger geschickt und dann entsprechend bewertet.
Der Vorteil dieser Lehrgangsform liegt zum einen in der flexiblen Zeiteinteilung und zum anderen darin, dass man auch mal einen oder mehrere Monate pausieren kann, wenn betriebliche oder private Ereignisse dies erfordern. Im Gegenzug kann man aber auch die gesamte Lehrgangszeit verkürzen. So habe ich beide Weiterbildungen in einem Zeitraum von rund zwölf Monaten (Regeldauer: 18 Monate) durchgezogen.
Mögliche Präsenzveranstaltungen
Für die Geprüfte Personalfachkauffrau ist meist noch eine 14-tägige Präsenzveranstaltung als Pflichtprogramm vorgesehen. Ich musste sie nicht absolvieren, weil dies von den Kammerbezirken der IHK’s abhängig ist und in Nordrhein-Westfalen nicht gefordert wird. Lediglich für die Ausbildung zur Ausbilderin musste ich ein dreitägiges Präsenzseminar besuchen, bevor ich die Prüfungen vor der IHK ablegen durfte. Die erfolgreich abgelegten Prüfungen berechtigen schließlich zum Tragen der Titel "AdA Ausbildung der Ausbilder" und "Geprüfte Personalfachkauffrau IHK".
Abschließend kann ich sagen, dass ich froh bin, die Weiterbildung zur Geprüften Personalfachkauffrau absolviert zu haben, da sie das Sprungbrett zur Übernahme von ersten Führungsaufgaben im Personalmanagement bildet und heute längst als Mindestanforderung für gehobene Aufgaben im Bereich Human Resources gilt. Das bedeutet aber nicht, dass man sich jetzt auf seinen Lorbeeren ausruhen kann, denn die Welt entwickelt sich jeden Tag schneller und mit ihr auch die Anforderungen an die Führungskräfte von morgen. Was heute zum Standard gehört, kann morgen schon Vergangenheit sein. Daher kann ich jedem nur raten: Lernen bildet und aus Bildung lernt man, daher hört nie auf, euch weiterzubilden.
Haben Sie Fragen zur Weiterbildung zur Personalfachkauffrau/-mann? Dann schreiben Sie unserer eCampus-Reporterin über die Haufe Community.
Kontaktseite von Nina Haselbauer
Weitere Beiträge der Haufe eCampus-Reporter
Christian Liebhart fasst die Inhalte seiner Aabschlussarbeit zusammen
Christian Liebhart gibt Tipps für das Schreiben einer Abschlussarbeit
Carola Vogt gibt Tipps für junge Personaler mit Führungsfunktion
Nina Haselbauer zeigt wichtige Qualifikationen für Personaler auf
Christian Liebhart: Tipps für Praktika und Studium
Marco Dorsch gibt Tipps für den Berufseinstieg
Die Online-Angebote der Haufe Gruppe: