



Informationen und News aus der Personalwelt
Wettbewerb. Die Zollner Elektronik AG ist der Arbeitgeber des Jahres 2005. So das Ergebnis des „Top-Job“-Wettbewerbs, für den sich 125 Firmen beworben hatten.
Kongress. „Menschen stärken – Wert(e) bilden“ ist das diesjährige Motto des DGFP-Kongresses. Am 8. und 9. Juni werden über 30 Referenten in drei Plenen und vier parallelen Foren zeigen, was professionelles Personalmanagement bewirken kann:
Fachkongress. Die Praxis im Personalwesen steht im Mittelpunkt des 10. IIR Kongresses für Personalentwicklung und Weiterbildung „Muwit“: 30 Referenten stellen ihre Strategien für erfolgreiches Personalmanagement vor.
INTERVIEW. Primion Technology übernahm den Geschäftsbereich „Zeiterfassung und Zutrittskontrolle“ von Dr. Städtler. Thomas Bredehorn spricht über die Zukunft der „Primion Städtler GmbH“.
Rekrutierung. Im Januar hat der erste deutsche Fernsehsender rund um Beruf, Karriere und Arbeitsmarkt seinen Betrieb aufgenommen. Das Programm, das zwischen 9.30 und 17.30 Uhr über Astra digital ausgestrahlt wird, ist auf einzelne Interessengruppen zugeschnitten.
Volkswagen. Der Automobilkonzern hat eine wesentliche Konsequenz aus der so genannten VW-Affäre gezogen und ein konzernweites Ombudsmann-System eingeführt. Zwei Rechtsanwälte nehmen künftig Hinweise entgegen und geben sie an das Unternehmen weiter.
Neues aus den Bereich e-recruiting und Jobbörsen
Marktentwicklung. Der Januar des Jahres 2006 brachte einige Bewegung auf dem Zeitarbeitsmarkt. Fünf der zehn größten Anbieter in Deutschland sind an Fusionen beteiligt oder kündigten zumindest eine entsprechende Absicht an. Für Zeitarbeitskunden kann diese Entwicklung Vorteile bringen.
Messetrends. Die CeBIT ist auf dem besten Weg, sich als Leitmesse für HR-Manager zu etablieren. Anlass sind zahlreiche Neuerungen, die die Halle 6 zu einem Dreh- und Angelpunkt für den Personalbereich werden lassen. So garantiert das neue CeBIT Forum HR mit seinen hochkarätigen Referenten spannende und aktuelle Informationen.
INTERVIEW. „Wie geht es weiter mit Deutschland? Wege aus der Wachstums- und Beschäftigungskrise“ ist das Vortragsthema von Professor Klaus Zimmermann. Im Vorfeld der Messe sprach er mit dem PERSONALmagazin über wichtige Themen des Arbeitsmarkts.
Neue Produkte. Auf der CeBIT werden traditionell die wichtigsten technologischen Neuentwicklungen eines Jahres vorgestellt. Das gilt auch für die Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für den Personalbereich. Hier einige interessante Neuerungen.
INTERVIEW. Das Thema Innovationen steht bei vielen Unternehmen in Deutschland ganz oben auf der Tagesordnung. Aber wie wird ein Unternehmen innovativ? Und wie kann das Personalmanagement dazu beitragen? Auskünfte gibt Innovationsexperte Jens Maier.
Unternehmenskultur. Der Verlust vertraulicher Informationen kann im schlimmsten Fall den Ruin für ein Unternehmen bedeuten. Mit Virenscannern, Firewalls und anderer ausgeklügelter Technik versuchen sich die Firmen davor zu schützen. Dabei übersehen sie die größte Sicherheitslücke: die eigenen Mitarbeiter. Mit gezielten Maßnahmen lässt sich aber eine Sicherheitskultur schaffen.
Interview. Oft ist es schlicht Fahrlässigkeit oder Nachlässigkeit, aber es gibt auch Fälle, in denen Mitarbeiter ihren Arbeitgeber vorsätzlich schädigen. Besonders häufig kommen die Täter aus dem Management. Professor Kai-D. Bussmann nennt Gründe dafür.
In den vergangenen zwei Jahren wurden 46 Prozent aller deutschen Firmen Opfer von Wirtschaftskriminalität. Das ergab eine Studie von PricewaterhouseCoopers und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, für die 3.634 Firmen befragt wurden.
Schulungen. Einschlägige Studien besagen, dass das Verhalten der Mitarbeiter etwa 60 Prozent der IT-Sicherheit im Unternehmen ausmacht. Mit regelmäßigen und systematischen Schulungen kann das Sicherheitsniveau entscheidend erhöht werden. Welche Mitarbeiter welche Schulungen brauchen, erklärt Eric Euler.
AUS DER PRAXIS. Regeln zur IT-Sicherheit werden häufig aus Bequemlichkeit vernachlässigt. Um das Risikobewusstsein der Mitarbeiter zu schärfen, setzen die Schweizer Rückversicherung Swiss Re und der Flugzeughersteller Airbus auf Edutainment.
Vertragspflichten. Verhaltenshinweise für den Umgang mit vertraulichen Informationen sowie vorbeugende Vertragspflichten für den Zeitpunkt der Beendigung des Jobs sollten möglichst klar und eindeutig im Arbeitsvertrag festgelegt werden.
News aus den Bereichen Personalrecht und Gesetzgebung
SV-Beiträge. „Krankenkassen zahlen für Datenchaos.“ Mit dieser Schlagzeile brachte das Magazin Stern eine peinliche Panne bei der neuen Datenübertragung für Sozialversicherungsmeldungen an die Öffentlichkeit.
GESETZGEBUNG. Auch wenn im Koalitionsvertrag dazu kein Wort zu finden ist: Die große Koalition beabsichtigt, die pauschale Abgabenlast bei Mini-Jobs um fünf Punkte auf jetzt geplante 30 Prozent zu erhöhen. Offizieller Grund sind wieder einmal die chronisch leeren Rentenkassen.
FINANZAMT. Die Bundesfinanzverwaltung hat sich neu organisiert und dabei unter anderem eine neue Behörde mit dem Titel „Bundeszentralamt für Steuern“ (BZSt) geschaffen.
Was bisher als Winterausfallgeld oder umgangssprachlich „Schlechtwettergeld“ bezeichnet wurde, wird unter dem Begriff „Saisonkurzarbeitergeld“ neu geregelt.
Mit rechtlichen Problemen aus dem Bereich der Mini-Job-Arbeitsverhältnisse wird der Praktiker aktuell gleich von mehreren Seiten „bombardiert“. Wichtige Klarstellungen sind für die Frage der Lohnnebenkosten vom Bundessozialgericht und vom Bundesarbeitsgericht gefällt worden. Im ersteren Urteil wurde die grundsätzliche Verfassungsmäßigkeit der Pauschalbeiträge bestätigt, im Urteil des Bundesarbeitsgerichts erfolgte eine Klarstellung zur Abwälzungsmöglichkeit der pauschalen Lohnsteuer auf den Arbeitnehmer. Die wichtigsten Punkte aus diesen beiden Entscheidungen haben wir für Sie im Folgenden zusammengefasst. Eine rechtspolitische „Breitseite“ auf die Zukunft der Mini-Jobs erfolgte durch den neuesten Gesetzentwurf (siehe auch Beitrag »Mini-Jobs sollen die Rentenkassen retten«).
Rechtsprechung. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat mit zwei Entscheidungen Bewegung in die Frage gebracht, wann Mitarbeitern leistungsbedingt gekündigt werden kann. Daraus lassen sich die Voraussetzungen entnehmen, die Sie bei der Entlassung von „Minderleistern“ beachten müssen.
Rechtsprechung. Amüsante Geschichten verbunden mit lehrreichen Rechtssätzen, auch das kommt in der Rechtsprechung vor. So hatte ein Landesarbeitsgericht über die Frage zu entscheiden, ob ein Koch den Speiseplan eigenmächtig ändern darf.
Vertragsabschluss. Arbeitsverträge sind in aller Regel als Allgemeine Geschäftsbedingungen zu werten. Aber keine Regel ist ohne Ausnahme: Eine solche besteht dann, wenn ein Arbeitsvertrag individuell ausgehandelt wird. Bei leitenden Angestellten kann sich diese Mühe durchaus lohnen.
Ausländerrecht. Das europäische Jahr 2006 läuft unter dem Motto: hin zu einem europäischen Arbeitsmarkt. Doch wie sieht es bei Nicht-Unionsbürgern aus, wenn diese in Deutschland leben und arbeiten wollen? Das Zuwanderungsgesetz schafft für Spezialisten hier gute neue Möglichkeiten.
ENTGELTFORTZAHLUNG. Betriebsräte bekommen im Amt nicht nur ihr Entgelt weiterbezahlt, sie haben unter Umständen auch Anspruch auf fiktive Beförderungen. Welche Voraussetzungen vorliegen müssen, wenn der Betriebsrat eine außerordentliche Lohnerhöhung verlangt, darüber hatte das BAG jüngst zu entscheiden.
Lohnkosten. Obwohl die gesetzlichen Änderungen eigentlich schon seit längerem bekannt waren, wurden viele Unternehmen von den Erweiterungen der Zwangsmitgliedschaft an den Umlagesystemen „U1 und U2“ überrascht. Und auch für eine Reihe von Krankenkassen ist dieses Abgabesystem absolutes Neuland.
News aus den Bereichen Organisation und Verwaltung
Arbeitseffizienz. Im Vergleich zum Jahr 2000 verwenden Angestellte heute wesentlich mehr Zeit für das Bearbeiten von E-Mails und die Teilnahme an meist ineffektiven Meetings. Die Bearbeitungszeit für konventionelle Post nahm dagegen nur geringfügig ab. So das Ergebnis des Whitecollar Productivity Index (WPI) des internationalen Trainingsanbieters IBT.
HR-AMPEL-CHECK. Die Studie „HR-Ampel-Check 2006“ bietet interessierten Unternehmen die Möglichkeit, ihre Personalkennzahlen mit anderen Unternehmen anonymisiert zu vergleichen und wichtige Erkenntnisse zum Leistungsstand ihrer Personalarbeit zu gewinnen.
Existenzgründung. Die Vorstellung, auch im Job sein eigener Herr zu sein, ist für weit mehr als zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer verlockend: 72 Prozent würden sich gern selbstständig machen, können aber aufgrund einer fehlenden Geschäftsidee und unzureichender finanzieller Mittel diesen Traum nicht verwirklichen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der europäischen Jobbörse Stepstone.
Asynchronous JavaScript And XML, kurz AJAX, ist eine Technik zur Entwicklung interaktiver Webanwendungen. Da zurzeit die meisten Projekte nur als innovativ gelten, wenn sie auch online verfügbar sind, war es an der Zeit, eine Möglichkeit zu schaffen, die Reichhaltigkeit und das Antwortzeitverhalten von Desktopanwendungen auch in Webanwendungen zur Verfügung zu stellen.
ALTERSVERSORGUNG. „Opting-Out könnte dazu beitragen, das Vorsorgeproblem in Deutschland zu lösen“, so Michael Ehlers, Vorstand der HDI Pensionsmanagement AG, auf einer Presseveranstaltung im Januar in Düsseldorf.
ENTWICKLUNG. Jedes zweite Unternehmen verwendet deutlich mehr Zeit und strategische Planung für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter als für die Bindung seiner Leistungsträger. So das Ergebnis der Studie „HR Landscapes“ der Managementberatung Hewitt Associates.
Datenanalyse. Die Carl Zeiss AG führte die Personaldaten ihrer Tochtergesellschaften auf einem Server zusammen. Das ermöglicht den Personalmanagern weltweit, systemunabhängig und auf einheitlicher Grundlage eigenständige Auswertungen zu erstellen. So sparen sie Zeit und verbessern ihre Planung.
Lohnfindung. Zur Vergütung ins Ausland entsandter Mitarbeiter gibt es kein allgemeines Patentmuster. Jedes Modell hat Stärken und Schwächen. Die Kunst ist, das für das eigene Unternehmen am besten geeignete System zu finden.
Gehaltsstrategie. Wachstum und Internationalisierung erfordern auch Bewegung bei der Vergütungsstrategie. Das ideale System muss transparent, vergleichbar, flexibel, marktorientiert und an der Unternehmensstrategie ausgerichtet sein. Die Sick AG hat ein solches System gefunden.
Ergebnismessung. In einer empirischen Untersuchung wurden Systematik und Wirkung von Zielvereinbarungen in deutschen Unternehmen überprüft. Dabei stellte sich heraus: Das Instrument funktioniert, doch um vollen Nutzen für alle Beteiligten zu entfalten, muss noch einiges verbessert werden.
Neuheiten von den Dienstleistungsmärkten für das Personalmanagement
FÜHRUNGSSTIL I. Immer noch sind Frauen in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert. Eine weltweite Studie des amerikanischen Beratungsunternehmens Caliper Corporation legt jetzt nahe, dass Frauen eigentlich die besseren Führungskräfte sind. Die Studie kommt zu vier zentralen Ergebnissen:
Führungsstil II. Wirtschaftlicher Unternehmenserfolg hängt in hohem Maß vom Führungsstil des Top-Managements ab. Eine Studie von Hewitt Associates ergab, dass in zweistellig wachsenden Unternehmen deutlich mehr progressive Manager und Visionäre tätig sind.
INTERVIEW. „Entlassungsproduktivität“ ist das Unwort des Jahres 2005. Damit wurde zum zweiten Mal nacheinander ein Begriff aus der Personalwirtschaft gewählt. Jurysprecher Horst Dieter Schlosser begründet die Entscheidung.
ZERTIFIZIERUNG. Seit dem 1. Januar 2006 müssen alle Bildungsträger und Bildungsmaßnahmen, die von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt werden sollen, die Zulassung nach der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung – Weiterbildung (AZWV) erworben haben.
TAKTIK. Raus aus dem Back Office, mitten ins Business hinein: Nur wenn Personaler Einblick in die Arbeit der Linie und Einfluss auf die Strategie der Geschäftsführung bekommen, entfaltet Personalarbeit ihre volle Wirkung im Unternehmen. Zwei unterschiedliche Beispiele, wie das gelingen kann, skizziert Winfried Gertz.
Diversity. „Fachkraft für innovative Projektaufgabe gesucht. Wir stellen ein bis 65!“ Inserate wie diese werden sich häufen. Der Geburtenrückgang und die alternde Bevölkerung machen es nötig, eine generationengerechte Personalpolitik zu pflegen. Was getan wird und noch zu tun ist, erläutert Michael Stuber.
POTENZIALANALYSE. Der Vergleich der Ergebnisse eines Persönlichkeitsfragebogens mit den Bewertungen im Assessment Center zeigt: Selbstbewusste, leistungsbereite und durchsetzungsfähige Personen werden von den Beobachtern im AC als solche erkannt und positiver bewertet.
RESILIENZ. Umstrukturierungen und die Angst vor Jobverlust beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Doch es gibt Menschen, die auch in schwierigen Zeiten stark bleiben. Was diese Menschen auszeichnet und wie Führungskräfte solche Fähigkeiten bei ihren Mitarbeitern fördern können, erklärt Caterine Schwierz.
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