28.07.2010 | HR-Management
Der "Gender Pay Gap" liegt laut den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamt bei -23 Prozent. Wie der neue Führungskräfte-Monitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin nun zeigt, verdienen auch Frauen in Führungspositionen durchschnittlich weniger als ihre männlichen Kollegen.
Frauen erhalten zudem auch weniger monetäre und nicht-monetäre Sondervergütungen als Männer. Eine Ursache für den Verdienstunterschied sei die Trennung des Arbeitsmarkts in Männer- und Frauenberufe, wobei in typischen Frauenberufen weniger bezahlt wird, so das DIW. "Eine größere Transparenz, etwa durch Offenlegung der Verdienste, könnte helfen, die Debatte um die Lohnlücke zu versachlichen", sagte DIW-Expertin Elke Holst.
Fortschritte, aber keine Trendwende
Der Anteil der Frauen an den Führungskräften in der Privatwirtschaft liegt seit 2006 bei 27 Prozent, obwohl über die Hälfte der Angestellten Frauen sind. Männer dominieren auf allen Führungsebenen – mit einem klaren Hierarchiegefälle zwischen den Geschlechtern: Auf der unteren Managementebene sind Frauen nach Angaben des SOEP (Sozio-ökonomisches Panel) mit 39 Prozent am häufigsten vertreten, in den Vorständen großer Unternehmen kommen sie so gut wir gar nicht an. Bei den Hochschulabschlüssen haben Frauen seit 2001 um sieben Prozentpunkte auf 67 Prozent 2008 zugelegt (Männer: 62 Prozent).
Der Frauenanteil in Führungspositionen ist mit 37 Prozent am höchsten in jüngeren Jahren, wenn noch keine Kinder vorhanden sind, und sinkt in der Kernerwerbsphase zwischen 35 bis unter 55 Jahren auf ein Viertel, so die DIW-Ergebnisse.
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