15.04.2010 | Arbeitswelt%20%26%20Unternehmen
Die Auswanderungsquote der Führungskräfte in Deutschland ist gering. Lediglich sieben Prozent gingen 2009 für die Karriere ins Ausland. Das Verhältnis des Netto-Talente-Imports zum Export ist relativ ausgeglichen. Dies besagt eine internationale Studie von Experteer und dem Marktforschungsinstitut OMIS Research.
Koffer packen und ins Ausland gehen:
Nur wenige Führungskräfte tun dies.
Die Gruppe der nach Deutschland zuziehenden Spitzenkräfte war nur um sechs Prozent größer, als die der Auswanderer, zeigen die Studienergebnisse. Für die Studie wurde das Migrationsverhalten von mehr als 20.800 Führungskräften während einem einjährigen Zeitraum in den Jahren 2008 und 2009 anonym ausgewertet.
Im Analysezeitraum kehrten viele Expats nach Deutschland zurück: 47 Prozent aller Spitzenkräfte, die nach Deutschland einwanderten, besitzen einen deutschen Pass und stellen damit den Großteil der einwandernden Führungskräfte im Analysezeitraum.
Wenig Bewegung bei deutschen Managern
Gleichzeitig verließen nur sieben Prozent der deutschen Manager ihr Land in Richtung Ausland, ein sehr niedriger Wert, verglichen mit knapp 17 Prozent im Europaschnitt. "Es wird spannend, ob sich der Heimkehrertrend und die recht geringe Abwanderung in Managerkreisen wieder umkehrt, sobald die Wirtschaftskrise endgültig überwunden ist", so Dr. Christian Göttsch, Geschäftsführer von Experteer.
Schweiz bleibt das beliebteste Ziel für deutsche Manager
Eindeutig bleibt die Schweiz das beliebteste Auswanderungsziel der deutschen Spitzenkräfte (26 Prozent). Danach folgen mit weitem Abstand Großbritannien mit acht sowie die USA und Österreich mit etwa sieben Prozent. Wirft man einen Blick auf die Einwanderer, so ergibt sich auf den ersten Plätzen die genau gleiche Reihenfolge.
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Haufe Online-Redaktion
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