06.11.2009 | Personalentwicklung
Laut einer aktuellen Umfrage der Personalmanagement-Beratung Hewitt Associates ist das Thema Personalentwicklung bei 62 Prozent des befragten Mittelstands das Zukunftsthema Nummer eins.
Die Personalentwicklung wird in den kommenden drei Jahren in vielen mittelständischen Unternehmen die Personalarbeit dominieren: 52 Prozent sind der Meinung, dass die Arbeitgeberattraktivität einen hohen Stellenwert einnehmen wird und jeweils 48 Prozent geben an, dass die Themen Führungskräfteentwicklung, Talent Management und Mitarbeiterbindung an Bedeutung gewinnen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Beratungsfirma Hewitt Associates. "Der Mittelstand ist bemüht, durch professionelle Mitarbeiterentwicklung langfristig die Effizienz zu erhöhen, anstatt die Kapazitäten und Mitarbeiterzahlen kurzfristig zu reduzieren", bewertet Nils Muthmann, Senior Consultant im Bereich HR Excellence und Mittelstandsexperte bei Hewitt Associates das Ergebnis.
Für die Studie "HR-Trends und Themen im Mittelstand" hat Hewitt Associates 25 deutsche mittelständische Unternehmen unterschiedlicher Branchen befragt. Knapp die Hälfte der Studienteilnehmer hat weniger als 2.000 Mitarbeiter in Deutschland. 44 Prozent der Unternehmen sind im produzierenden Sektor tätig.
Kosten- und Effizienzdruck ist hoch
Mehr als 70 Prozent der Befragten wollen vor dem Hintergrund der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Situation in den kommenden drei Jahren ihre Produktivität und Effizienz erheblich steigern, gleichzeitig aber ihre Mitarbeiter halten. Lediglich 14 Prozent der Mittelständler gehen davon aus, dass das Thema Personalfreisetzung in den kommenden drei Jahren eine große Rolle für sie spielen wird. 56 Prozent der Befragten werden mit Kurzarbeit und 44 Prozent mit der Flexibilisierung der Arbeitszeit auf die Krise reagieren. 67 Prozent des befragten Mittelstands nutzen für ihre Personalarbeit ein Modell, das zwischen zentralen Spezial-/Stabsfunktionen und generalistischen Funktionen/Referenten unterscheidet. Viele Konzerne hingegen haben bereits Shared Services Center eingeführt, um die Effizienz der Leistungserbringung zu steigern.
Employer Branding ist im Mittelstand wichtig
In mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen wird das Thema Arbeitgeberattraktivität und Employer Branding verstärkt in den Vordergrund rücken. 79 Prozent der Unternehmen sind der Meinung, dass ihr geringer Bekanntheitsgrad der größte Wettbewerbsnachteil ist, um Toptalente für das Unternehmen zu gewinnen und zu halten. 74 Prozent kämpfen mit einem Standortnachteil und 68 Prozent glauben, dass ihre Produkte oder Dienstleitungen nicht so attraktiv sind wie die der großen und namhaften Konzerne.
Auf der anderen Seite punktet der Mittelstand den Studienergebnissen zufolge mit attraktiven Arbeitgebermerkmalen: 84 Prozent der Unternehmen sprechen von einem guten Arbeitsklima, 74 Prozent bieten ihren Mitarbeitern herausfordernde und verantwortungsvolle Aufgaben, gute Entwicklungsmöglichkeiten, ein hohes Maß an Handlungsspielräumen sowie gute Vergütungs- und Sozialleistungen.
Die Studie "HR-Trends und Themen im Mittelstand" ist kostenfrei erhältlich, Anfragen an Nils.Muthmann@hewitt.com.
PM Hewitt/Haufe Online Redaktion
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