Was hat Lernen mit dem Arbeitsschutz zu tun?

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22.10.2009 | Arbeitsschutz

Lebenslanges Lernen ist zu einem der Schlagworte in unserer Gesellschaft geworden. Doch was ist Lernen überhaupt und wie funktioniert es? Beim Expertendialog der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) standen die Erkenntnisse der Hirnforschung zum Thema Lernen im Mittelpunkt. Sie sind die Grundlage, um Wissen wirksam und dauerhaft zu vermitteln, auch in der betrieblichen Praxis, wenn es um Arbeitsschutz oder Prävention geht.

Die Teilnehmer - Mitarbeiter aus Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Unfallkassen - zeigten großes Interesse an den Zusammenhängen.

Zum Erlernten rechnet man alles, was im Alltag an Erfahrungen gemacht wird. Bei jedem Erinnern, verändert sich das Gelernte allerdings mehr oder weniger stark. Das ist ein Grund, warum alles mehrmals wiederholt werden muss, bis es zum festen Erfahrungsschatz gehört.

Am besten gelingt Lernen, wenn von Anfang an alle Sinne eingesetzt werden. Und je öfter der gleiche Zusammenschluss aktiviert wird – oder anders gesagt: Lernstoff wiederholt wird – desto fester wird er verankert.

So lernen Mitarbeiter bei Schulungen noch besser:

  • Machen Sie Lernen zu einem Erlebnis.
  • Bringen Sie reale Objekte zu den Schulungen mit. Greifbare Dinge wirken eindrücklicher als Worte und Bilder.
  • Lassen Sie die Teilnehmer überlegen, in welcher Situation bei ihrer Arbeit das Vermittelte wichtig sein könnte. Danach sollen die Teilnehmer sich die Situation ausmalen.
  • Verlagern Sie mindestens einen Teil des Seminars in die reale Umgebung.
  • Binden Sie die Teilnehmer immer wieder aktiv ein, auch in Ihre Vortragsphase. Teilen Sie dafür das Schulungsmaterial zu Beginn unvollständig aus. Die Lücken sind während des Seminars selbständig zu ergänzen.
  • Reaktivieren Sie Wissen regelmäßig – mal über einen Test, mal über eine praktische Übung, wie etwa einen Probealarm.
  • Jeder freut sich über Belohnungen. Auch das Gehirn. Es schüttet Dopamin aus und wir fühlen uns gut. Melden Sie wünschenswertes Verhalten umgehend zurück. Das erhöht den positiven Effekt zusätzlich.
  • Stress und Angst vor Versagen oder Bestrafung behindern den Lernprozess. Sorgen Sie für eine gute und entspannte Atmosphäre.
  • Gefahren sollten am besten emotional greifbar gemacht werden. Eine Simulation kann hier am nächsten kommen.

Ausführliche Informationen über den iga-Experten-Dialog lesen Sie unter http://www.iga-info.de/index.php?id=252.

 

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QuelleHaufe Online-Redaktion