11.09.2009 | Arbeitsschutz
Neuester Vorschlag zur Eindämmung der "Schweinegrippe": Der Verzicht auf die Krawatte. In England und Frankreich wird dies bereits "mit Freude" praktiziert.
Ohne Krawatte gegen Schweinegrippe
Als Schutz vor der Schweinegrippe kann es Sinn machen, im Büro auf die Krawatte zu verzichten. "Das ist im Gegensatz zu manchen überzogenen Forderungen eine sinnvolle Überlegung", sagte Uwe Ricken, Vorstand des Bundesverbands selbstständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte in Bad Essen (Niedersachsen), dem dpa-Themendienst. "Hände kann man ständig waschen, Türklinken desinfizieren, aber die Krawatte kann man nicht jeden Tag reinigen." Besonders hoch sei die Infektionsgefahr, wenn der Träger den Schlips oft korrigiert, ohne danach seine Hände zu waschen. Hat jemand zuvor auf die Krawatte gehustet, könnten die Keime so in den Mund gelangen.
England: Selbst konservativste Ärzte legen ihre Krawatten ab
In England hätten sogar die konservativen Ärzte bereits ihre Krawatten aus hygienischen Gründen abgelegt, sagt Ricken: "Das ist keine schlechte Idee. Für viele Arbeitnehmer ist es keine belastende Maßnahme, sondern sogar entspannend."
Frankreich: Angestellte in Paris kamen der Bitte freudig nach
Wie die französische Zeitung "Le Parisien" berichtet hat, hat ein Versicherungsunternehmen in Paris seinen Angestellten empfohlen, im Büro keine Krawatte mehr zu tragen. Die Angestellten seien dieser Bitte freudig nachgekommen.
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dpa
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