



19.03.2010 | Marktanalysen
Auch der Immobilienmarkt in Ungarn bekam 2009 die Krise zu spüren. Das Transaktionsvolumen von Gewerbeimmobilien ist DTZ zufolge deutlich gesunken.
Das Transaktionsvolumen auf dem ungarischen Gewerbeimmobilienmarkt ist im vergangenen Jahr um 39 Prozent auf 250 Millionen Euro gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt ein Marktbericht von DTZ. Demzufolge waren internationale Investoren in Ungarn sehr zurückhaltend und nur an hochwertigen Immobilien interessiert. Allerdings bestehe angesichts steigender europäischer Investitionen Anlass zur Hoffnung.
70 Prozent der Transaktionen wurden mit Einzelhandelsimmobilien getätigt. Etwa 24 Prozent entfielen auf Industrieimmobilien und rund sechs Prozent auf den Bürosektor. Die Spitzenrenditen für Büro- und Einzelhandelsimmobilien sind im Laufe des Jahres um 100 Basispunkte gestiegen und liegen nun bei 8,3 Prozent. Industrieimmobilien brachten 2009 Spitzenrenditen von 9,3 Prozent.
Im vergangenen Jahr lag die Fertigstellung neuer Büroflächen in Ungarn mit 300.000 Quadratmetern auf Rekordniveau. Gegenüber 2008 bedeutet dies einen Zuwachs von 32 Prozent. Der Flächenumsatz bei Neuvermietungen ist um 10 Prozent auf 294.000 Quadratmeter gefallen. Bei fast der Hälfte davon handelte es sich um Vertragsverlängerungen. Nur 35 Prozent der Büroimmobilien waren komplett vermietet. Die Leerstandsquote stieg um 5,1 Prozent auf 21,9 Prozent. Durch die neuen Flächen sei ein Überangebot entstanden, das den Wettbewerb verschärfe. Diese Entwicklung könne sich auch 2010 fortsetzen. Zurzeit befänden sich weitere 200.000 Quadratmeter Büroflächen im Bau, die dieses Jahr fertig gestellt würden.
Die Spitzenmieten für Büroimmobilien sind um knapp drei Prozent auf 17,50 Euro pro Quadratmeter und Monat gesunken. Die Mieten gaben vor allem in den schlechteren Lagen nach, so dass die Spannbreite erzielter Mieten insgesamt größer wurde.
Haufe Online-Redaktion
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