Frankfurt bleibt gefragter Einzelhandelsstandort

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09.03.2010 | Marktanalysen

Trotz der Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise war die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen in Frankfurt 2009 hoch. Vor allem Top-Lagen waren gefragt.

Frankfurts teuerste Einkaufsmeile: Die Zeil

Die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen bewegte sich in Frankfurt am Main vergangenes Jahr der Krise zum Trotz auf hohem Nievau. Das ergibt sich aus dem „Retail Market Report 2010“ zur Entwicklung deutscher Einzelhandelsstandorte im vergangenen Jahr von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Dem Bericht zufolge stieg die Nachfrage in den Top-Lagen vereinzelt sogar leicht an. Vor allem Lagen mit hoher Passantenfrequenz wie die Zeil, die „Fressgass“, Biebergasse, Goethestraße und Kaiserstraße (Höhe Roßmarkt) erfreuten sich bei Mietern großer Beliebtheit. Da dort das Angebot begrenzt und die Fluktuation gering sei, versuchten Filialisten dort Fuß zu fassen, sobald sich eine Gelegenheit biete.

Auch die Nachfrage nach 1B-Lagen mit ausreichender Frequenz war gut, da hier für deutlich geringere Mieten immer noch gute Standorte gesichert werden können. Zu großen Nachfragern gehören auch Monolabel-Stores sowie zunehmend Wellness- und Kosmetik-Konzepte.

Die meisten Vermietungen erfolgten 2009 im mittleren Größensegment (Anteil der Ladenlokale zwischen 250 und 500 Quadratmeter 39 Prozent, zwischen 120 und 250 Quadratmeter 31 Prozent). Hingegen hat BNPPRE im Segment über 500 Quadratmeter in den analysierten Straßenzügen keine Vermietungen registriert.

Die Spitzenmieten haben 2009 in einigen Top-Lagen noch einmal leicht zugelegt: Auf der Zeil, wo weiterhin die höchsten Mieten erzielt werden (+2 Prozent auf 265 Euro/Quadratmeter), der „Fressgass“ und der Biebergasse (beide ebenfalls +2 Prozent auf 215 Euro/Quadratmeter). Den höchsten Zuwachs verzeichnete die Goethestraße (+4,5 Prozent auf 230 Euro/Quadratmeter). In der Kaiserstraße wurden 90 Euro pro Quadratmeter erzielt. Außerhalb der stark frequentierten A- und B-Lagen seien die Mieten jedoch teilweise stärker gesunken, so der Bericht.

Ausblick 2010: Knappe Flächen, Stabile bis steigende Spitzenmieten

Für das laufende Jahr rechnet BNPPRE mit stabilen bis steigenden Spitzenmieten, da das Flächenangebot in den Top-Lagen nach wie vor begrenzt sei. Hingegen wird in den weniger attraktiven Lagen mit steigender Fluktuation gerechnet. Dort werden die Mieten der Prognose zufolge unter Druck bleiben.


QuelleHaufe Online-Redaktion



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