Immer mehr leiden und wissen nicht woran

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RSI: Berufsunfähig per Mausklick

Ohne Computer geht nichts mehr. Für 17 Millionen Menschen sind Maus und Tastatur die wichtigsten Arbeitsmittel. Pausenlos werden damit Daten eingegeben, Programme gesteuert, Befehle ausgelöst. Die Folge: Zwei Drittel leiden an Verspannungen im Nacken-Schulterbereich. Und immer mehr klagen über Schmerzen in Arm und Schulter – oft die ersten Symptome von RSI (= repetitive strain injuries), einer Krankheit, die zur Berufsunfähigkeit führen kann. Eine Behandlung bringt selten Erfolg. Das Einzige, was dauerhaft hilft, sind ergonomisch gestaltete Bildschirmarbeitsplätze sowie ein verändertes Arbeits- und Pausenverhalten.

Während in den USA, in Australien oder bei unseren niederländischen Nachbarn RSI bereits als Berufskrankheit anerkannt ist, hält man sich hierzulande damit sehr zurück. Ende der 90er Jahre wurden von 1.381 angezeigten Erkrankungen nur 25 als Berufskrankheit anerkannt. Fünf der Betroffenen wurden entschädigt und bekamen eine Rentenzahlung zugesprochen. Die Zahlen sanken in den letzten Jahren sogar. Doch vermutlich ist die Dunkelziffer enorm. In den Niederlanden ist RSI schon die häufigste Berufskrankheit. In Deutschland muss man davon ausgehen, dass die Krankheit häufig gar nicht erst erkannt wird. Denn sowohl Betroffene als auch Ärzte wissen darüber noch zu wenig Bescheid.

Nur langsam finden neue arbeitsmedizinische Erkenntnisse, wie beispielsweise die Ursachen für die Erkrankungen durch Bildschirmarbeit, Eingang in das Berufskrankheitenrecht: Nach neuesten Studien in den Niederlanden besteht zwischen Sehnenbeschwerden an Hand und Arm und intensiver Computerarbeit ein enger Zusammenhang. Und nach einer aktuellen repräsentativen Studie der Landesanstalt für Arbeitsschutz in Nordrhein-Westfalen leiden 62 % der Bildschirmarbeitskräfte an Verspannungen im Nacken-Schulterbereich. Doch offensichtliche Zusammenhänge und Folgen werden in Deutschland kaum akzeptiert.







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Unsere RSI-Expertin

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Bettina Brucker


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