21.02.2012
Sicherheit

Gesund bleiben trotz vieler Aufgaben auf einmal

Am besten und gesündesten ist es, wenn man seine Arbeit ungestört erledigen kann. Leider lassen sich aber nicht in jedem Beruf Störungen und Unterbrechungen vermeiden. Da muss man sich dann etwas einfallen lassen, um nicht den Überblick zu verlieren und am Ende ausgepowert zu sein. Eine Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt Tipps, wie man Multitasking begegnen kann.

Nur wer einfache und monotone Arbeit verrichtet, freut sich über eine Unterbrechung. Alle anderen ärgern sich darüber. Denn durch Störungen verlängert sich nicht nur die Bearbeitungszeit, sondern zusätzlich kommt die Zeit hinzu, die man braucht, um wieder zur eigentlichen Aufgabe zurückzukehren.


Musltitasking macht weniger leistungsfähig

Mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen bedeutet Stress. Ständige Unterbrechungen können krank machen. Wissenschaftler haben zudem herausgefunden, dass das Gehirn 20 bis 40 Prozent weniger leistungsfähig ist, wenn es parallel Aufgaben bewältigen soll.

Moderne Arbeitswelt - ständige Erreichbarkeit

Computer und mobile Telefone können Termindruck, ständige Erreichbarkeit und permanente Störungen erhöhen. Doch es gibt fast immer Möglichkeiten, dagegen etwas zu unternehmen.

Unnötige Störungen vermeiden

Auf eine Unterbrechung kann man, laut Broschüre, so reagieren:

  • Die neue Aufgabe wird sofort
  • oder später bearbeitet,
  • gleichzeitig zur momentanen Arbeit erledigt
  • oder an jemand anderes weitergegeben.

In drei Kapiteln werden Strategien und Maßnahmen vorgestellt, wie man selbst Arbeitsunterbrechungen und Multitasking in den Griff bekommen kann, wie Kollegen unnötige Störungen vermeiden können und was ein Gesundheitszirkel im Unternehmen bewirken kann.

Notizzettel für den freien Kopf

Muss zum Beispiel eine Aufgabe sofort angegangen werden, weil es sich um einen Notfall handelt oder ein Kunde Beratung möchte, hilft es, sich für die unterbrochene Aufgabe Notizzettel zu schreiben. Man behält einen freien Kopf und der Wiedereinstieg in die Arbeitsaufgabe wird erleichtert.

  • Notizzettel sollten kurz und verständlich formuliert sein, also etwa wer, was, wie, wann beinhalten.
  • Abkürzungen helfen, noch schneller zu notieren. Allerdings sollten es gängige Kürzel sein.
  • Notizzettel und Stift müssen schnell griffbereit sein, am besten in unterschiedlichen Größen und Farben und mit Klebefunktion.

Haufe Online Redaktion

Psychische Belastung