Polizei prüft Lärmschutz für Demo-Einsatzkräfte

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29.07.2010 | Praxis

Zum Schutz von Beamten prüft die Polizei Hannover derzeit Lärmobergrenzen für Demonstrationen. Im Gegensatz zu den Demonstranten können die Einsatzkräfte keine Ohrenstöpsel tragen.

Der Arbeitsschutz für die Beamten werde immer wichtiger, sagte Polizeisprecher Stefan Wittke.

Konkret sieht die Polizei Handlungsbedarf wegen einer geplanten Demonstration gegen das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision im Stadtpark Hannover am 7. August. Die Polizei erwartet hier einen "ohrenbetäubenden Lärm", da es sich mit dem Friedensbüro Hannover um denselben Veranstalter handelt wie beim lautstarken Protest gegen das Adventskonzert der Bundeswehr im vergangenen Dezember, sagte Wittke. Damals war mit Trommeln, Trillerpfeifen und Topfdeckeln gelärmt worden.

Das Innenministerium in Niedersachsen befürwortet die Idee der Polizeidirektion grundsätzlich, sieht aber Probleme bei der Realisierung. So sei es etwa kaum durchführbar, bei einer Demonstration zu prüfen, ob die einzelnen Trommeln, Sirenen oder Lautsprecher den Auflagen entsprechen. Nichtsdestotrotz sollte die Gefahr durch Lärm nicht unterschätzt werden. "Wenn direkt neben das Ohr eines Polizisten eine Sirene gehalten wird, ist das Körperverletzung", betonte der Sprecher.


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