



27.07.2010 | Praxis
Bis zu 60 Mitarbeiter sollen sich bei France Telecom in den letzten drei Jahren wegen schlechter Arbeitsbedingungen das Leben genommen haben. Der Unternehmenschef des Telekommunikationsunternehmens hat nun einen dieser Selbstmorde als Arbeitsunfall anerkannt.
Ein 51-jähriger Angestellter von France Telecom hatte sich 2009 selbst getötet. In einem Abschiedsbrief soll er geäußert haben, dass ihn die Arbeitsbedingungen bei seinem Arbeitgeber dazu veranlasst hätten.
Anfang 2010 wurden in einem Untersuchungsbericht schwere Vorwürfe gegen die frühere Konzernleitung erhoben. Warnungen von Gewerkschaften, Betriebsärzten und Krankenkassen wegen Mobbing seien im Unternehmen nicht ernst genommen worden. Doch eine interne Untersuchungskommission sowie die Aufsichtsbehörde kamen zum Schluss, dass der Tod des Mitarbeiters nicht arbeitsbedingt gewesen sei.
Dieser Einschätzung widersprach jetzt der neue Unternehmenschef Richard. Eine wichtige Entscheidung vor allem für die Angehörigen. Sie können nun mit einer Hinterbliebenenrente rechnen.
Seit Mai 2010 hat sich auch im Unternehmen selbst vieles verändert. Der Stress am Arbeitsplatz soll verringert werden. Dazu gibt es bisher folgende Maßnahmen:
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Haufe Online-Redaktion
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