



08.03.2010 | Praxis
Schweinegrippe und psychologische Leiden: Der Krankheitsstand der Beschäftigten in Deutschland ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) mitteilt, waren die 3,4 Millionen Versicherten im Durchschnitt 12,2 Arbeitstage krankgeschrieben. Das ist fast ein Tag mehr als im Vorjahr.
Die Zahl der Krankschreibungen waren
durch die Schweinegrippe besonders hoch.
Insgesamt lag der Krankheitsstand 2009 laut TK bei 3,32 Prozent. Neben der erneuten Zunahme psychischer Erkrankungen (plus 13,9 Prozent) sorgten auch zwei Erkältungswellen für massive Ausfälle. Die zweite Welle erreichte Mitte November ihren Höhepunkt. "Sie fiel vermutlich auch durch die Schweinegrippe höher aus als üblich", so TK- Gesundheitsexpertin Wiebke Arps. Aufgrund einer möglichen Ansteckungsgefahr war den Mitarbeitern geraten worden, bei Erkältungssymptomen besser nicht zur Arbeit zu kommen. So seien die Beschäftigten vorsichtiger gewesen und auch bei leichteren Symptomen eher zu Hause geblieben, erklärte Arps.
Der deutschlandweit niedrigste Krankheitsstand lag mit durchschnittlich zehn Tagen im südwestlichen Baden-Württemberg. Weitaus häufiger ließen sich die Beschäftigen im Nordosten krankschreiben: Die höchsten Fehlzeiten verzeichnete die TK in Mecklenburg-Vorpommern (15, 2 Tage), Brandenburg (14,7 Tage) und Sachsen-Anhalt (14,3 Tage).
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dpa
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