Leiterunfälle von Anfang an vermeiden

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03.03.2010 | Praxis

Wegrutschen, kippen, stürzen: Leiterunfälle sind fast immer schmerzhaft. Und oft ist es mit blauen Flecken nicht getan. Mindestes drei Tage arbeitsunfähig sind die Verunglücktem im Schnitt. Der sachgemäße Umgang mit Leitern sollte deshalb regelmäßig geschult werden. Gerade mit solch einem alltäglichen Hilfsmittel schleicht sich schnell gefährliche Routine ein. Der VBG-Sicherheitsreport nennt einige Regeln, mit denen die Arbeit mit Anlege- oder Stehleitern eine sichere Sache wird.

Im gewerblichen Bereich sind Leitern an vielen Einsatzorten gefragt – ob bei der Montage oder der Reparatur. Vor allem wenn mehrere solcher Steighilfen im Betrieb vorhanden sind, muss einer dafür verantwortlich sein, dass die Geräte in technisch einwandfreiem Zustand sind. Dabei hilft folgende Vorgehensweise:

  • Nummerieren Sie die Leitern.
  • Führen Sie ein Kontrollbuch, in dem sie den Zustand und die Prüfungen der Leitern dokumentieren.
  • Führen Sie in regelmäßigen Abständen eine Sicht- und Funktionsprüfung durch. Je häufiger die Leitern benutzt werden, desto öfter müssen sie kontrolliert werden.
  • Lagern Sie Holzleitern so, dass sie vor Witterungseinflüssen geschützt sind.
  • Verwenden Sie keinen deckenden Anstrich, sonst sehen Sie Schadstellen nicht.
  • Achten Sie darauf, dass auf den Holmen die wichtigsten Betriebsanleitungen als Piktogramme angebracht sind.

Arbeitsschutzmaßnahmen am besten praxisnah vermitteln. Das kann sich jeder gut merken. So sollte man bei Unterweisungen immer wieder die Ellenbogenprobe durchführen lassen. Damit lässt sich ohne technisches Hilfsmittel überprüfen, ob eine Anstellleiter den richtigen Anlegewinkel von 65 – 75 Grad hat:

Ellenbogenprobe:

  • Leiter aufstellen.
  • Sich im rechten Winkel nah an die Leiter stellen.
  • Arm zur Leiter hin abspreizen, dabei den Ellenbogen anwinkeln.
  • Berührt der Ellenbogen die Leiter gerade so, stimmt der Winkel!

 

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QuelleHaufe Online-Redaktion



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