Christin Rothe
28.04.08, 15:28 Uhr
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Immer wieder erscheinen Berichte über die Gefahren, die von Laserdruckern ausgehen. Doch wie hoch ist die Gefahr wirklich? Welchen Stellenwert hat dieses Thema in Ihrem Unternehmen? Leiden Sie oder Kollegen unter gesundheitlichen Beschwerden, wie immer wiederkehrende Reizungen und Entzündungen der Atemwege, der Augen oder der Haut? Oder ist das alles nur Panikmache?
Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen mit!
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Dirk Rittershaus
28.04.08, 19:33 Uhr
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Hallo Frau Bürgermeister,
wenn ich die letzten beiden Jahrzehnte zurückblicke, dann kann ich das Thema "Gefährdungen durch Arbeitsmittel in Büros" als eine Wellenbewegung beschreiben. Mal kocht das Thema in den Medien hoch, mal ist es nicht so präsent. Es gab auch schon einmal Lösemittel in Filzstiften. Damit will ich nichts beschönigen. Ganz im Gegenteil. Dadurch erkennt man die Ratlosigkeit bei den Experten. Sofern eine eindeutige Feststellung zu treffen wäre, gäbe es eine entsprechende rechtliche Umsetzung (z. B. Verbot). Bis dahin gilt ganz einfach das Minimierungsgebot.
Ich gebe hier immer folgenden allgemeingültigen Rat:
- Luftfilter am Gerät regelmäßig auswechseln - Gerät so aufstellen, dass die Luftaustrittsöffnung nicht auf Personen zeigt. - Nur die Tonerkassette wechseln. - Dabei Staubfreisetzung vermeiden. - Gerät regelmäßig warten lassen. - Sofern Staub im Gerät aufgetreten ist, diesen mit geeignetem Gerät reinigen (lassen). - Keinen losen Toner in die Tonerkassetten einfüllen. - Nach Tonerkassettenwechsel oder Staubeseitigung (Papierstau) an die Hygiene denken (Hände waschen).
Zum Thema "Hypochonder": Wir hatten auch schon einmal Mitarbeiter im Büro, die herabfallende künstliche Mineralfasern auf der Kopfhaut zu spüren glaubten, als sie erfahren hatten, dass in den Schallabsorbern in der Zwischendecke Mineralfasermatten sind.
Ich schätze, dass uns das Thema Tonerstaub noch weitere 10 Jahre beschäftigen wird...
Viele Grüße aus Hamburg Dirk Rittershaus
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Jochen Zenthöfer
19.05.08, 10:49 Uhr
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Hallo zusammen,
ich denke, das Interview im Haufe-Portal (http://www.haufe.de/arbeitsschutz/newsDetails? newsID=1210935366.77&Subarea=News&chorid=00511506) zeigt, dass wir auf das Thema mehr Fokus legen müssen.
Immer noch gibt es Einzelbüros, in denen Drucker stehen. Diesen Umstand sollten die betroffenen Mitarbeiter/innen in Unternehmen ändern. Drucker gehören auf den Gang oder in spezielle Druckerräume. Herumgesprochen hat sich das noch nicht überall - vielleicht kann Ihr Themenportal Arbeitsschutz dazu einen Beitrag leisten!
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Christiane Stutzke
19.05.08, 19:25 Uhr
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Hallo Frau Bürgermeister, auf das Problem Tonerstaub sollte weiterhin und viel öfters hingewiesen werden. Ich leide selber seit der Nutzung von Laserdrucker und Kopierer unter einer Kobalt-Allergie. Diese wurde allerdings erst nach langem Suchen und mehrfachen Terminen bei verschiedenen Ärzten und Allergie-Tests von einem erfahrenen und sehr guten Hautarzt festgestellt. Die meisten Ärzte nehmen einen leider nicht ernst, wenn man auf das Problem mit dem Tonerstaub hinweist.
Durch die Allergie, die auch die Augen betrifft, kann ich nur noch stundenweise die Büro- und Buchhaltungsarbeiten erledigen. Tintenstrahl-Drucker sind leider nicht dokumentenecht und daher für viele Büroarbeiten nicht zu gebrauchen.
Teppichböden in den Büros, Klimaanlagen und Ventilatoren tragen zusätzlich zu diesem Problem bei.
Im Themeneportal Arbeitsschutz habe ich noch keinen Hinweis gefunden, woher man die Feinstaubfilter für alte Drucker beziehen kann. Wer bietet so etwas an? In Büromärkten habe ich noch nichts gefunden. Dort wissen auch die Verkäufer kaum etwas von Blauen-Engel-Bürogeräten und Gesundheitsbelastung durch Tonerstaub.
Ich kann nur jeden beglückwünschen, der von solchen Dingen nicht betroffen ist.
Gruß aus Reinheim, Christiane Stutzke
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Dirk Rittershaus
20.05.08, 19:33 Uhr
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Ich möchte eine Ergänzung zu meiner Antwort geben:
Die Veränderungsbereitschaft bei den Geräteherstellern wird der Markt regeln können, sofern Verbraucher gewillt sind, nicht ausschließlich auf den Kaufpreis zu schauen. Es gibt mittlerweile Geräte mit dem "Blauer Engel"-Zertifikat. Aber es gibt auch viele preisgünstige Laserdrucker, die den Freizeitanwender erreichen. Laserdrucker findet man also auch im Wohnzimmer, im Schlafzimmer, in Arbeits- und Kinderzimmern.
Nach dem gestrigen Betroffenheitsbericht bin ich der Ansicht, dass wir Arbeitsschützer die IT-Beschaffer im Unternehmen sensibilisieren müssen. Es sind neue Erkenntnisse, wir haben die Gefährdungen zu bewerten und sinnvolle Schutzmaßnahmen vorzuschlagen. Mindestens für Neubeschaffungen sollte das durchgeführt werden.
Darüber hinaus ist es angebracht, keine Angst zu schüren, aber über das Thema im Rahmen von Mitarbeiterinformationen sachlich zu informieren.
Viele Grüße aus Hamburg Dirk Rittershaus
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Roland Schroeder
29.05.08, 13:25 Uhr
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Für die Tonerstaub-Problematik setzen unsere Kunden schon längere Zeit unsere hocheffizienten Luftreiniger mit HyperHepa Filtertechnologie ein. Da Tonerstaub auch gefährliche Nanopartikel enthält, benötigen sie auch eine entsprechend ausgestattete Filtertechnik. Die vielbenutzte Standardlösung "Fenster auf" hilft hier leider recht wenig und kann eher noch zu einer Verschlechterung der Luftqualität führen, da der Staub im Raum verwirbelt wird. Auch Ionisatoren helfen nicht wirklich, sie führen eher dazu, dass der Staub sich an den Kunststoffoberflächen im Büro absetzt um sich beim nächsten drüber wischen wieder im Raum zu verteilen. Echte Abhilfe schafft nur das Einlagern des Staubs im Filter. Es gibt zwar auf dem Markt auch kleine Filterkassetten, die man an die Ausblasöffnung des Verursachers klebt, doch muss man hier berücksichtigen, dass es zu einem Wärmestau im Gerät kommen kann, da die eingebauten Lüfter dafür nicht vorgesehen sind. Der "Blaue Engel" weist zwar auf Firmen hin, die Toner nach entsprechenden Vorgaben anbieten; doch hier steht die graue Masse von Billig-Angeboten aus dem Internet dagegen. http://www.blauer-engel.de/de/produkte_marken/vergabegrundlage.php?id=123 Allerdings beschränkt sich der "Blaue Engel" auch nur auf die Tonerinhaltsoffe. Dass Nanopartikel grundsätzlich ein Problem darstellen, da sie lungengängig sind und auch über die Zellmembranen ins Blut und auf diesem Weg ins Gehirn gelangen können, wird hier nicht angesprochen. Zu "Nanopartikel" gibt es daher auch keinen Treffer beim "Blauen Engel". Wer jedoch nach einem leistungsfähigen Luftreiniger sucht, sollte bei google einfach mal "Luftreiniger HyperHepa" eingeben und sich bei den angezeigten Fimen informieren.
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Jochen Zenthöfer
29.05.08, 16:34 Uhr
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Danke für den Tipp. Habe bei Google diese Maschinen gefunden. Ob allerdings ein Unternehmen ein solches 1000 Euro + Gerät (+ Wartungen) neben jeden Drucker / Kopierer stellen will ...
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Werner Knoke
30.05.08, 17:23 Uhr
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Ich glaube nicht, dass Sie ein energetische betriebenes Gerät auf dem Flur (Rettungswege)haben wollen.
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Roland Schroeder
06.06.08, 14:07 Uhr
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Vielleicht sollten Sie den 1000 EUR einfach mal die Gesundheit der Mitarbeiter, oder vielleicht Ihre eigene gegenüberstellen. Da sich die gesundheitliche Auswirkung in den meisten Fällen jedoch immer erst später herausstellt, sehen sich viele Arbeitgeber leider nicht immer in der Verantwortung. Und allzugerne werden betroffene Personen, wie bereits von einem anderen Forumteilnehmer angedeutet, auch als Hypochonder dargestellt. Tabakrauch wurde auch als harmlos angesehen und erst in den letzten Jahren erkannte man die Risiken. Krankheit vermeiden sollte vor Krankheit heilen stehen.
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Roland Schroeder
06.06.08, 14:16 Uhr
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Kopierer und Laserdrucker haben nichts auf Fluren verloren, schongar nicht, wenn diese Fluchtwege zustellen. Dies kann auch auf die viel beworbenen Raucherkabinen umlegen. Geräte, die auch nur geringfügig Schadstoffe freisetzen sollten in besonder dafür ausgewiesenen Räumen aufgestellt werden, die über eine entsprechende Be- und Entlüftung verfügen. Die oft hierzu benutzten "Abstellräume" sind in der Regel nicht an das Belüftungssystem angeschlossen und haben auch selten Fenster. Hier ist mehr Eigenverantwortung der betroffenen Personen gefragt. Wer ein Home-Office betreibt, sollte zumindest die Gesundheit der Familienmitglieder in Betracht ziehen, auch wenn ihn die Belastung seiner Arbeitsumgebung selbst nicht stört.....
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