Ein wichtiger Faktor beim Online-Marketing ist eine optimale Listung der Webseite in Suchmaschinen – je weiter oben, umso besser. Google hat nun angekündigt, neben Keywords, Links und weiteren Parametern auch die Ladegeschwindigkeit der Seite als Ranking-Faktor in den Such-Index zu integrieren. Sandro Schaub, Geschäftsführer der Agentur TLC Communications, erklärt, worauf Unternehmen bei der Programmierung jetzt achten sollten.
acquisa: Im Internet ist Geschwindigkeit das A und O. Dem will Google nun Rechnung tragen, indem es die Ladegeschwindigkeit als Ranking-Faktor für den Suchindex nutzt. Wie viele Unternehmen sollten sich angesichts dieser Entwicklung nun Gedanken über ihre eigene Website machen?
Sandro Schaub: Grundsätzlich sollte man bedenken, dass die Geschwindigkeit als Rankingkriterium nur einen Mosaikstein von ca. 200 im gesamten Bewertungsalgorithmus darstellt (Mehr dazu hier).
Zu bedenken ist dabei natürlich, dass viele kleine bis mittelständische Unternehmen ein Standard-Webpaket bei meist überlasteten Providern hosten und sich dabei den Server mit einer hohen Anzahl von anderen Websites teilen. Darunter leidet nicht nur das Google-Ranking, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit – kein Besucher mag lange Ladezeiten. Wenn man diesen Aspekt beachtet und gleichzeitig sein Google-Ranking optimieren will, wäre ein Server mit weniger Traffic/Websites (z.B. dedizierter oder virtueller Server) sinnvoll und ohne viel Aufwand zu betreiben.
acquisa: Was sind die entscheidenden Faktoren, die eine Webseite unnötig verlangsamen?
Schaub: Große Datenmengen, oft durch nicht ausreichend optimierte Dateien, sind der größte Faktor bei langen Ladezeiten. Oft sind es triviale Dinge wie Codeoptimierung; denn der Fehler steckt häufig im Detail. Viele Quelltexte beinhalten überflüssige und alte, nicht mehr gebrauchte Inhalte. Beispielsweise ist es durch CSS-Sprite möglich die Anzahl der eingebundenen Bilder auf eine Bilddatei zu reduzieren und somit die Anzahl der Zugriffe als auch die Datenmenge zu minimieren. Bilder sollten nur so groß eingebunden werden, wie sie auch dargestellt werden.
Auch die Wahl der Bildformate kann entscheidend sein. Ein „GIF“-Format ist gut für flächige Grafiken. JPEG oder PNG sind wiederum optimal für Fotos geeignet.
acquisa: Geht das dann auf Kosten des Designs?
Schaub: Es sollte in der Gestaltung überlegt werden, ob jede Grafik einen Verlauf haben muss, oder ob es nicht flächig auch wirkt. Hintergründe können per CSS häufig geschickt in 1 Pixel breiten Bildern gekachelt werden.
Wenn die Grundregeln der Web-Entwicklung beachtet werden, muss man nur minimale Kompromisse eingehen. Wenn es das Ziel ist, wirklich geringe Ladezeiten zu haben, sollten auf „Spielereien“ wie Animationen und zusätzliche Elemente, die nicht den Inhalt unterstützen, eventuell verzichtet werden.
Viele Optimierungen im Bereich Caching, Server- und Code-Optimierung helfen bei der Verkürzung der Ladezeiten, sodass sich der Spielraum für das Design wieder erhöht.
Redaktion acquisa
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