Studie: Web 2.0 küsst B2B-Unternehmen wach

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11.01.2010 | Marketing

The Business Branding Network (BBN) präsentiert die bislang umfangreichste Internet- und Web-2.0-Studie für den B2B-Sektor. Zentrales Ergebnis: Das Digital Branding gewinnt an Bedeutung.

Der Dornröschenschlaf ist vorbei. Jetzt erkennen auch immer mehr der eher traditionell geprägten B2B-Unternehmen: Web 2.0 ist keineswegs nur ein Hype. Es hat die Regeln für Markenkommunikation entscheidend verändert. Nur wer seine Marke auch online aktiv führt, kann langfristig erfolgreich sein. Das Digital Branding rückt daher immer stärker in den Fokus der Onlinemaßnahmen. Gleichzeitig erhöhen B2B-Unternehmen auch 2010 auf der ganzen Welt weiter ihr digitales Budget - insbesondere in Deutschland. Das zeigt die bislang umfangreichste länderübergreifende B2B-Studie zum Einsatz von Internet und Web 2.0, die das Wob-Partnernetzwerk BBN The Business Branding Network in Zusammenarbeit mit der Benchmark Group durchgeführt hat. Befragt wurden dafür Marketing- und Kommunikationsverantwortliche aus 112 Unternehmen in acht Ländern: Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden, Südkorea und USA.

Weg von Klassik hin zu online - dieser Trend setzt sich auch in diesem Jahr deutlich fort. Flossen 2008 nur neun Prozent des gesamten Kommunikationsbudgets in Onlinemaßnahmen, sind es 2010 schon 14 Prozent. Sogar deutlich schneller verläuft die Entwicklung in Deutschland. Hier werden B2B-Unternehmen 2010 bereits 20 Prozent ihrer Marketinggelder ins Netz investieren. Das ist fast doppelt so viel wie 2008.

Vor allem der Einsatz von Web-2.0-Tools nimmt laut Studie zu. Web 2.0 bietet alle Möglichkeiten, um sich aktiv mit seinen Zielgruppen auszutauschen. Damit eigne es sich ideal fürs Digital Branding. Auf internationaler Ebene geben deshalb die meisten Firmen an, entsprechende Lösungen vor allem zur Verbesserung ihres Markenimages einzusetzen (64 Prozent).

Auch deutsche Marketer schätzen die Bedeutung des Web 2.0 für ihr Image als hoch ein. Mit 67 Prozent der Befragten sind es sogar mehr als im internationalen Vergleich. Als fast ebenso wichtig wird außerdem ein weiterer wesentlicher Faktor für das Digital Branding angesehen: der Dialog zwischen Marke und Kunde (60 Prozent). Primäres Ziel ihrer Web-2.0-Aktivitäten ist aber nach wie vor die Steigerung der Kundenloyalität (70 Prozent).

Über das Web 2.0 hinaus hat die Bundesrepublik in puncto Digital Branding noch echten Nachholbedarf. Während länderübergreifend der Großteil der B2B-Firmen auch mit ihren Websites das Markenimage positiv beeinflussen will, konzentriert man sich hier auf die Akquise und Verbesserung des Kundenservice (75 Prozent). Spitzenreiter in der digitalen Markenführung sind die USA mit 94 Prozent. Mit rund 30 Prozent weniger Nennungen sind deutsche B2B-Unternehmen dagegen im Digital Branding international recht abgeschlagen. (kd)

 

 



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