



01.08.2008 | Praxis
Die Arbeit mit der Computermaus kann krank machen. Allerdings ist daran nicht die Maus Schuld. Entscheidend sind zwei wichtige Faktoren: der Arbeitsplatz und der Mensch. Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz und die Körperhaltung tragen viel dazu bei, dass die Computerarbeit nicht krank macht. Doch noch entscheidender ist der Mensch. Denn er ist das eigentliche Problem. Und zwar dann, wenn die Arbeit sein Tempo und sein Pensum bestimmt und nicht mehr er selbst.
Besonders anfällig für Beschwerden an Sehnen, Muskeln und Bändern des Arms oder im Nacken-Schulterbereich sind Beschäftigte, die pausenlos arbeiten. Unter Volldampf und zeitlichem Dauerstress werden Tasten gedrückt oder die Maus bewegt. Dass dieses Verhalten krank machen kann, zeigen neben dem Mausarm noch weitere Krankheiten von IT-Anwendern. Durch das veränderte Arbeitsleben tauchen Krankheitsbilder auf, wie etwa der so genannte BlackBerry-Daumen. Die Eingabe an der Minitastatur ist nicht für längere Einsätze geeignet. Wer damit öfter und länger schreibt, riskiert Beschwerden, die vom Daumen aus gehen.
Kraftverlust, Missempfindungen und Muskelkrämpfe sind erste Anzeichen für das RSI-Syndrom, Verletzungen durch wiederholte Belastung (engl. Repetitive Strain Injury). Oft handelt es sich dabei um Sehnenscheidenentzündungen, Schleimbeutelentzündungen oder Verschleißerscheinungen. Dagegen hilft nur eins: Regelmäßige Arbeitspausen.
Der Arbeitsschutz wird immer auch wieder belächelt, wenn er Pausen fordert. Dagegen hat die Unterhaltungsindustrie die Gefahr erkannt, die von den modernen technischen Geräten ausgeht. Im Handbuch des Nintendo-Videospiels wird darauf explizit hingewiesen. Dort wird unter anderem vor Verletzungen durch wiederholende Bewegungen gewarnt. Und diese Hinweise könnte auch jeder Beschäftigte am Bildschirmarbeitsplatz einhalten:
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