Toner – staubige Angelegenheit mit gesundheitlichen Folgen?

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Stand der Forschung

In seiner umfangreichen Bewertung schloss das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im April 2008 gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Emissionen aus Büromaschinen nicht aus: Laserdrucker, -kopierer und Multifunktionsgeräte könnten dazu beitragen, unspezifische Symptome wie Schleimhautbeschwerden, Bindehautreizungen, Reizungen des Atemtraktes und der Rachenschleimhaut hervorzurufen. Schwerwiegende Gesundheitsschäden seien nach den ärztlichen Daten nicht beobachtet worden.

Ausgewertet wurden neben der BfR-„Toner“-Studie die Ergebnisse weiterer aktueller, zum Teil noch nicht veröffentlichter Studien. Die weitere Forschung soll sich nun in erster Linie um die physikalische und chemische Identität der gemessenen Partikel kümmern. Denn nur, wenn bekannt ist, um welche Stoffe es sich handelt, können eine Risikobewertung sowie gezielte Maßnahmen zur Risikobegrenzung abgeleitet werden.

Unabhängig von den Ergebnissen empfiehlt das BfR, Geräte einzusetzen, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ haben.

Studie zu gesundheitlichen Risiken durch Toner

„Toner-Studie“ wurde ein Forschungsbericht des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BFR) Ende letzten Jahres landläufig fälschlicherweise betitelt. Denn dabei handelte es sich um keine umfassende und somit aussagekräftige Studie, sondern um eine Vorab-Untersuchung. Getestet wurden vor allem Messinstrumente für zukünftige, größer angelegte Untersuchungen.

Die Ergebnisse waren jedoch überraschend. So wurde gemessen, dass die Belastung der Büros mit Fein- und Ultrafeinstaub deutlich zunahm, wenn die Geräte in Betrieb genommen wurden. Allerdings waren die ultrafeinen Teilchen überwiegend keine Tonerpartikel. Dies wurde durch raster- und transmissions-elektronenmikroskopische Untersuchungen nachgewiesen.

Gemessen wurden außerdem raumlufttechnische Werte. Diese waren meistens unauffällig. Trotzdem traten ärztlich nicht erklärbare Beschwerden auf, die dem „Sick-Building-Syndrom“ ähneln. So reagierte ein Teil der Probanten überempfindlich auf bronchiale Reize. Dieses Ergebnis überraschte besonders, da weder die Entzündungsparameter noch die Sensibilisierungsrate der untersuchten Personen gegenüber dem Durchschnitt der Bevölkerung erhöht war.

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